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  • Zweite Erde entdeckt? Nasa-Teleskop Tess ermittelt neuen erdähnlichen Planeten

Nasa entdeckt erdähnlichen Planeten - doch gibt es dort flüssiges Wasser?

  • Das Nasa-Teleskop "Tess" hat einen etwa erdgroßen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt.
  • Möglicherweise gibt es an der Oberfläche flüssiges Wasser.
  • Sollte die Vermutung stimmen, könnte der Planet als "bewohnbar" eingestuft werden.
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Washington. Das Weltraumteleskop "Tess" hat einen etwa erdgroßen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Der Exoplanet "TOI 700 d" befindet sich in einer Entfernung von seinem Stern, in der es möglicherweise flüssiges Wasser auf der Oberfläche gibt. Das teilte die US-Raumfahrtagentur Nasa am Dienstag (Ortszeit) mit. Flüssiges Wasser - statt gefrorenem oder verdampftem - gilt als Kriterium dafür, eine Zone um einen Stern herum als "bewohnbar" einzustufen (habitable Zone).

"Tess" (Transiting Exoplanet Survey Satellite) war 2018 zur Entdeckung von Planeten außerhalb des Sonnensystems gestartet worden. Mit "TOI 700 d" hat das Teleskop seinen ersten, etwa erdgroße Exoplanet, in einer bewohnbaren Zone entdeckt.

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Auf der Suche nach besonderen Planeten: Nasa-Teleskop "Tess". © Quelle: MIT/Nasa/dpa

Exoplaneten: Wenig über Lebensbedingungen bekannt

Bislang seien etwa 20 erdgroße Exoplaneten in einer solchen Zone bekannt, in der Wasser flüssig sein könnte, sagte Axel Quetz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Ob dort dann auch Wasser vorkommt, sei damit noch nicht gesagt. Auch über weitere Lebensbedingungen wissen die Forscher recht wenig.

Die Nasa prüfte und bestätigte Größe und Eigenschaften von "TOI 700 d" mit einem ihrer anderen Teleskope, "Spitzer". Exoplaneten hatte zuvor unter anderem das Nasa-Teleskop "Kepler" entdeckt. Nasa-Experte Paul Hertz sprach von einem "wichtigen wissenschaftlichen Fund" für "Tess". "TOI 700 d" ist laut Nasa über 100 Lichtjahre von uns entfernt. Er war schon früher entdeckt worden. Zunächst hatte sich die Nasa jedoch in der Charakterisierung seines Sterns geirrt und vermutet, der Planet befinde sich nicht in dessen bewohnbarer Zone.

1995 hatten zwei Schweizer Forscher den ersten Exoplaneten, also einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, entdeckt. 2019 bekamen Michel Mayor und Didier Queloz dafür den Physik-Nobelpreis. Seit der Entdeckung von "51 Pegasi b" haben Forscher mehr als 4000 weitere Exoplaneten gefunden. Im Dezember startete die Europäische Weltraumorganisation (Esa) die "Cheops"-Mission, bei der es darum geht, bestimmte Exoplaneten genauer zu erforschen.

RND/dpa/man

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