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Bambus-Engpass: Zoo muss Pandas nach China zurückschicken

  • Der Flugverkehr ist weltweit auf ein Minimum heruntergefahren.
  • Das betrifft aber nicht nur Urlauber und Geschäftsreisende, sondern auch die Pandabären im Zoo Calgary.
  • Für sie fehlt der wichtige Bambus-Nachschub aus China.
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New York. Kein Bambus, keine Pandas: Wegen eines akuten Versorgungsengpasses in der Corona-Krise muss ein Zoo im kanadischen Calgary seine chinesischen Vorzeigetiere in ihre Heimat zurückschicken. "Wir glauben, dass der beste und sicherste Ort für Er Shun und Da Mao in diesen herausfordernden und beispiellosen Zeiten der Ort ist, an dem Bambus reichlich vorhanden und leicht zugänglich ist", sagte Zoo-Präsident Clément Lanthier in einer Mitteilung.

Einschränkungen im Luftverkehr führen zu Bambus-Notstand

40 Kilo frischen Bambus bräuchten die zwei Riesenpandas pro Tag – und das ist so gut wie alles, was sie den ganzen Tag fressen. Seit Ausbruch der Corona-Krise in Kanada aber wurden Direktflüge mit dem Nachschub von China nach Calgary im Westen Kanadas eingestellt. Zunächst konnte sich der Tierpark noch damit behelfen, die Pflanze mit einem Zwischenstopp in Toronto einfliegen zu lassen, “aber weniger Flüge zwischen China und Toronto als Folge der Pandemie stoppten diese Option”.

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Trotz großer Anstrengungen habe es nicht geklappt, weiter hochwertigen Bambus zu importieren, denn Er Shun und Da Mao sind Feinschmecker: Schlechte Qualität lassen sie liegen. "Das ist viel zu viel Stress für mein Team und die Pandas. Können Sie sich vorstellen, für ein paar Tage keinen Bambus zu haben?", sagte Lanthier dem kanadischen TV-Sender CBC. Die beiden Pandas waren 2014 als Leihgabe für zehn Jahre nach Kanada gekommen.

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Berliner Zoo nicht von Versorgungsproblem betroffen

Der Zoo Berlin, der als einziger in Deutschland Riesenpandas hält, teilte am Donnerstag auf Anfrage mit, er habe glücklicherweise keine Versorgungsprobleme. "Unsere Produzenten hier in Europa liefern den Bambus in gewohnter Menge und Qualität", erklärte eine Sprecherin.

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Die Panda-Eltern Meng Meng und Jiao Qing bekommen nach Zoo-Angaben insgesamt rund 60 Kilo Bambus pro Tag angeboten. Ihr Nachwuchs, die Brüder Pit und Paule, kauten zwar schon fleißig auf den Stangen herum, könnten sie aber noch nicht fressen. Mit der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung werde in den kommenden Wochen gerechnet, wenn ihre Gebisse vollständig ausgebildet sind.

RND/dpa

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