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Zeitumstellung auf Winterzeit 2019: Wie wird die Uhr umgestellt?

  • Zweimal im Jahr werden die Uhren umgestellt.
  • Gewinnen oder verlieren wir eine Stunde? Und wann wird überhaupt umgestellt?
  • Was Sie über die Zeitumstellung 2019 wissen müssen.
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Hannover. Im Herbst werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt – und zwar um eine Stunde zurück, auf zwei Uhr. Das bedeutet zwar, dass wir eine Stunde länger schlafen können, führt aber auch dazu, dass es früher dunkel wird. Im März ist es dann genau andersherum: eine Stunde weniger Schlaf, dafür wieder längere Tage. So ist die Zeitumstellung jedes Jahr aufs Neue wieder ein Thema, dessen Sinnhaftigkeit die Geister spaltet.

Zeitumstellung im Oktober 2019: So stellen Sie um

• Die zweite Zeitumstellung 2019 findet im Oktober statt. Sie müssen am letzten Wochenende im Oktober von Sommerzeit auf Winterzeit umstellen.

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• Konkret bedeutet das: Am Sonntag, den 27. Oktober 2019, wird die Uhr um 3 Uhr morgens eine Stunde zurückgestellt.

• Aus 3 Uhr morgens wird also 2 Uhr morgens.

• Durch die Umstellung auf Winterzeit bekommen wir eine Stunde geschenkt. Gleichzeitig ist es aber auch eine Stunde früher dunkel.

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Zeitumstellung: Wie lange bleibt uns diese noch erhalten?
1:20 min
Es gibt sie seit 1980: Die Zeitumstellung. Doch viele sind das Hin und Her nach beinahe vier Jahrzehnten leid. 2021 soll sie nun endlich abgeschafft werden.  © AFP
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Winterzeit 2019: Funktioniert die Zeitumstellung auf dem Handy und der Uhr automatisch?

Sie sind nur dann nicht von der Winterzeitumstellung betroffen, wenn Sie eine Funkuhr verwenden. Diese wird sich im Normalfall von allein korrekt anpassen und erhält zu diesem Zweck ein Signal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Auch bei den meisten Smartphones erfolgt die Zeitumstellung automatisch, sofern die entsprechende Funktion nicht deaktiviert wurde.

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Denken Sie aber trotzdem daran, dass analoge Uhren manuell umgestellt werden müssen. Teilweise gilt das auch für digitale Anzeigen, wie sie beispielsweise an Mikrowelle, Herd oder Ihrem Wecker integriert sein können.

Was bringt die Zeitumstellung?

Über diese Frage wird seit Einführung der Umstellung heftig diskutiert. Einer der Hauptgründe, der ursprünglich als Argument für die Zeitumstellung angebracht wurde, ist längst widerlegt. Durch das Mehr an Tageslicht im Sommer wird in diesen Monaten zwar weniger Energie verbraucht, durch die Winterzeit wird dieser minimale Einspareffekt aber wieder aufgehoben, da in den Morgenstunden früher geheizt wird.

Wieso gibt es die Umstellung auf Winterzeit?

Was heute als Winterzeit bezeichnet wird, war in Deutschland zwischen 1950 und 1980 Standardzeit. Im Zuge der Ölkrise in den Siebzigerjahren entschied sich Frankreich 1976 aus energiepolitischen Gründen, die Sommerzeit einzuführen. Viele Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft, dem Vorgänger der heutigen EU, zogen vor allem aus wirtschaftlichen Gründen nach.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Zeitumstellung aber auch aufgrund der Teilung in Ost und West kontrovers diskutiert. Nachdem die DDR die Sommerzeit 1979 eingeführt hatte, zog die Bundesrepublik ein Jahr später nach. Eine geteilte Zeit im ohnehin geteilten Land wollte man um jeden Preis vermeiden.

Innerhalb der EU werden die Uhren seit 1996 in allen Mitgliedsstaaten nach einheitlichen Regeln umgestellt. Jeweils am letzten Sonntag im März und Oktober wird die Zeit um eine Stunde vor- beziehungsweise um eine Stunde zurückgestellt.

Umstellung auf Winterzeit: Gibt es gesundheitliche Auswirkungen?

Die saisonale Zeitumstellung fällt einigen Menschen schwerer als anderen. Das gilt insbesondere für die Zeitumstellung auf die Sommerzeit. Wenn der Tag plötzlich eine Stunde „kürzer“ ist, gerät bei so manchem der Biorhythmus aus dem Takt. Üblich sind in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung beispielsweise Müdigkeit und Niedergeschlagenheit.

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Wie stark Menschen auf die Zeitumstellung reagieren, ist individuell unterschiedlich. Während die Umstellung an manchen spurlos vorüberzugehen scheint, kann sie bei anderen durchaus mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Die Zeitumstellung auf Winterzeit gilt als weniger problematisch, schließlich bringt sie einen 25-Stunden-Sonntag mit sich, der von vielen als besonders entspannend wahrgenommen wird. Auch hier gerät der Biorhythmus zwar ein wenig durcheinander, trotzdem wird die „geschenkte Stunde“ eher positiv als negativ empfunden.

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„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Paulchen Panther.

Sommerzeit und Winterzeit abschaffen: Wann gibt es ein Ende der Zeitumstellung?

Das Ende der Zeitumstellung ist bereits seit geraumer Zeit in Sicht, eine Mehrheit der EU-Bürger sprach sich im Rahmen einer Umfrage für ihre Abschaffung aus. 84 Prozent der Befragten, ein Großteil davon aus Deutschland und Österreich, gaben an, dass sie dauerhaft auf eine Zeitumstellung verzichten wollen.

Die Umsetzung lässt allerdings auf sich warten. Denn während die EU-Bürger ihren Willen bereits verkündet haben, hat ein Großteil der Mitgliedsländer noch keine klare Position bezogen. Selbst über ein Jahr nach Veröffentlichung der Kommissionspläne gibt es daher wenig Fortschritte. Geplant ist eine Abschaffung derzeit bis 2021. Damit die Änderung in Kraft treten kann, müssten sich die zuständigen Minister der EU-Staaten jedoch zunächst mehrheitlich einigen.

RND/pf/do