• Startseite
  • Wissen
  • Zeitumstellung 2020: Wann wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt und in welche Richtung?

Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020: Wann wird die Uhr umgestellt?

  • Die nächste Zeitumstellung steht an: Ende März ist der Wechsel auf Sommerzeit.
  • Obwohl das EU-Parlament die umstrittene Umstellung abschaffen will, wird noch mindestens bis 2021 an den Uhren gedreht.
  • Was Sie zur Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020 wissen müssen.
Anzeige
Anzeige

Hannover. Die Sommerzeit naht: Mit der Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit bleiben die Tage im Frühjahr und Sommer länger hell, was auf Kosten einer Stunde (Schlaf) geht. Das stößt aus unterschiedlichen Gründen auf Kritik. Ein Punkt: das ständige Wechseln sei schlecht für den Biorhythmus. Das Europaparlament jedenfalls hat beschlossen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Ein ehrgeiziges Projekt, das sich nicht von heute auf morgen umsetzen lässt.

Zeitumstellung im März 2020: Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?

Die gesetzliche Regelung zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit besagt, dass die Umstellung von Normalzeit (auch Winterzeit genannt) auf Sommerzeit am letzten Sonntag im März um 1 Uhr nachts (UTC) stattfindet. Für Länder, die in der mitteleuropäischen Zeitzone liegen, also auch Deutschland, bedeutet das, dass die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr nachts vorgestellt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Zeitumstellung 2020: Wann wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt?

  • In der Nacht zum 29. März 2020, also Samstag auf Sonntag, erfolgt die Zeitumstellung von Normalzeit (Winterzeit) auf Sommerzeit.
  • Die Uhren werden am Sonntag, 29.03.2020 also von 2.00 Uhr nachts auf 3.00 Uhr nachts vorgestellt.
  • Dadurch geht eine Stunde verloren, aber die Tage bleiben länger hell.

Müssen Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden?

Analoge Uhren müssen manuell umgestellt werden. Heutzutage stellen viele Uhren die Zeit jedoch automatisch um. Wer beispielsweise Funkuhren hat, muss nicht eingreifen: Die Zeit wird durch ein Signal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig von zwei Uhr auf drei Uhr automatisch umgestellt.

Anzeige

Digitale Uhren, die nicht durch Funk gesteuert oder mit dem Internet verbunden sind, müssen ebenfalls von Hand umgestellt werden. Bei Autouhren und einigen elektronischen Geräten mit Zeitanzeige, wie etwa Fernsehgeräten oder Backöfen, muss die Uhrzeit je nach Modell ebenfalls selbst angepasst werden.

Zeitumstellung auf dem Smartphone

Anzeige

Bei den meisten Smartphones, Computern und Tablets erfolgt die Zeitumstellung in der Regel automatisch, aber nur, wenn die entsprechende Funktion aktiviert ist.

Wieso gibt es die Zeitumstellung?

Zwischen 1950 und 1980 gab es in Deutschland keine Zeitumstellung. Was heute Winterzeit genannt wird, hieß damals Standardzeit. Die Sommerzeit wurde in der Bundesrepublik Deutschland erst 1980 eingeführt, nachdem sich Frankreich vier Jahre zuvor im Zuge der Ölkrise aus energiepolitischen Gründen für die Zeitumstellung entschied. Die Idee dahinter war, durch mehr Tageslicht im Sommer weniger Energie zu verbrauchen.

Viele Mitgliedstaaten aus der EU zogen aus wirtschaftlichen Gründen nach. Die Zeitumstellung in der BRD wurde auch aufgrund der Teilung in West und Ost beschlossen: Nachdem die DDR 1979 die Sommer- und Winterzeit einführte, wollte man in dem ohnehin geteilten Land eine unterschiedliche Zeit vermeiden. Seit 1996 wird die Zeit innerhalb der EU in allen Mitgliedstaaten einheitlich umgestellt – und zwar jeweils am letzten Sonntag im März und Oktober um eine Stunde vor- oder zurück.

Welche Vorteile hat die Umstellung auf Sommerzeit?

Eine schwierige Frage, denn die vermeintlichen Vorteile der Zeitumstellung werden heftig diskutiert. Studien konnten nicht belegen, dass weniger Energie durch die Umstellung auf Sommerzeit verbraucht wird. Denn durch die Winterzeit wird der ohnehin schon minimale Einspareffekt wieder aufgehoben, da in den Morgenstunden früher geheizt wird. Menschen und Sportler, die gerne im Freien aktiv sind, spielen die längeren Tage jedoch in die Karten: In den Frühlings- und Sommermonaten können sie das Tageslicht auch in den späteren Stunden nach der Arbeit nutzen.

Anzeige

Welche Nachteile hat die Zeitumstellung für den Rhythmus?

Von Schlaf- bis hin zu Konzentrationsstörungen und Erschöpfung: Die Zeitumstellung kann eine Reihe an negativen Auswirkungen für die Gesundheit haben. Studien der EU-Kommission zeigten, dass der Effekt auf den Biorhythmus des Menschen größer sein könnte, als bisher vermutet. Der Körper kann sich nicht so leicht an die Umstellung gewöhnen und reagiert mit Symptomen wie Kopfschmerzen und Einschlafstörungen. Besonders bei der Umstellung auf die Sommerzeit werden die gesundheitlichen Folgen von Wissenschaftlern und Medizinern höher eingeschätzt, weil der Bevölkerung dann eine Stunde fehlt.

In der Landwirtschaft kann sich die Zeitumstellung auch negativ auswirken. Denn auch die innere Uhr der Tiere wird durch das Anpassen der Uhrzeit durcheinandergebracht, da sich die Fütterungszeiten oder das morgendliche Melken von Kühen um eine Stunde verändert.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Zumindest spricht sich die Mehrheit der EU-Bürger dafür aus: In einer Umfrage der EU gaben 84 Prozent der Befragten (wovon die meisten aus Deutschland und Österreich kamen) an, die Zeitumstellung abschaffen zu wollen. Ursprünglich wollte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude-Juncker auf die Befragung reagieren und die Mitgliedsstaaten am 1. April 2019 darüber abstimmen lassen. Dann wäre der 31. März 2019 womöglich die letzte Zeitumstellung gewesen.

Doch der Plan von Juncker scheiterte: Die EU-Mitgliedsstaaten lehnten ihn ab, weil sie mehr Zeit für die Umsetzung des Vorhabens haben wollten. Somit könnte die Abschaffung der Zeitumstellung nach jetzigem Stand frühestens im Jahr 2021 erfolgen. Nach wie vor stellt sich aber die Frage, ob überhaupt wieder zur Normalzeit zurückgekehrt wird. Nur Finnland und die baltischen Staaten haben sich bislang klar für die Abschaffung der Zeitumstellung positioniert. In Deutschland gibt es eine deutliche Mehrheit – darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel –, die sich für den Erhalt der Sommerzeit ausgesprochen haben.

Anzeige

RND/bk/pf

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen