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WWF warnt vor „größtem Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier”

  • 6400 Tierarten sind nach Angaben des WWF vom Aussterben bedroht. Unter anderem die Bestände der Eisbären und Kaiserpinguine könnten bei anhaltender Erderwärmung drastisch sinken.
  • Die Umweltorganisation sieht einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Artensterben.
  • Allerdings gibt es auch gute Nachrichten aus dem Tierreich: 2019 wurden in Myanmar weniger Elefanten gewildert als noch 2017.
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Berlin. Es klingt dramatisch, ist es nach Ansicht des WWF auch. Die Umweltstiftung verweist auf die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN, auf der mittlerweile mehr als 30.000 Tiere als bedroht gelten, davon 6400 als vom Aussterben bedroht. WWF-Vorstand Eberhard Brandes sieht einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Artensterben. „Die Erderhitzung verändert Ökosysteme in dramatischem Tempo. Viele Tiere und Pflanzen können sich nicht schnell genug anpassen."

Klimakrise: Eisbären und Kaiserpinguine vom Aussterben bedroht

„Wilderei, Lebensraumzerstörung und immer mehr Plastikmüll in den Ozeanen kommen zu den Folgen der Klimakrise noch einmal oben drauf", sagt Brandes. Als Beispiel für das Artensterben nennt die Organisation unter anderem Eisbären: Vor allem wegen der Klimakrise könnte einer Drittel der Population bis 2050 verschwinden. Die Bestände der Kaiserpinguine könnte bei fortschreitender Klimaerwärmung bis 2100 um 86 Prozent abnehmen. Außerdem gebe es kaum noch Hoffnung für die Jangtse-Riesenweichschildkröte. Das letzte bekannte Weibchen verstarb 2019 in einem Zoo.

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Erfolg für das Tierreich: 2019 Weniger Elefanten gewildert

Brandes betont: „Wir haben es in der Hand. Wir können einen Unterschied bewirken." Denn im Tierreich gab es nach Angaben des WWF auch einige Erfolge zu verbuchen: So wurden in Myanmar deutlich weniger Elefanten gewildert, als noch 2017 – und in manchen Regionen konnte die Wilderei sogar ganz verhindert werden. Hoffnung gibt es auch für den Sehuencas-Wasserfrosch: Bei einer Suchaktion fand man ein Weibchen für das fast zehn Jahre allein lebende Männchen im Naturhistorischen Museum „Alcide d'Orbigny." Er galt als letzter seine Art.

RND/bk/dpa

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