Worauf sollte man bei Kindermatratzen achten?

  • Ein hoher Preis ist auch bei Matratzen für Kinder nicht immer ein Garant für Qualität.
  • Dabei gilt es vor allem Risiken wie etwa zu weiche Matratzen zu berücksichtigen.
  • Welches Modell im Test überzeugen konnte, erfahren Sie hier.
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Hannover. Weich und kuschelig soll das Kinderbett sein. Doch Vorsicht: Bei zu weichen Matratzen kann der Kopf zu weit einsinken, sodass Kinder ersticken können. Bei der Stiftung Warentest fielen deshalb bei jüngsten Überprüfungen die Hälfte der getesteten Modelle durch.

Jede zweite der 14 überprüften Matratzen für Kinder und Babys schnitt mit der Note „mangelhaft“ ab.

Unter anderem fällt eine der teuersten Matratzen für rund 180 Euro durch. Überprüft wurden Modelle der Größe 70 mal 140 Zentimeter. Testsieger ist das Modell „Jonas“ vom Dänischen Bettenlager. Mit „gut“ wurde die Matratze „Skönast“ von Ikea bewertet sowie die Modelle „Lena“ von Hessnatur, „Kati Plus“ von Prolana und „Sara“ des Herstellers Paradies.

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Weiche Kindermatratze als Risikofaktor für plötzlichen Kindstod

Seit Herbst 2017 regelt eine Norm, ob eine Kindermatratze sicher ist oder nicht. Entscheidend ist hierfür der Kugeltest: Er simuliert, was passieren kann, wenn sich Kinder auf den Bauch drehen und der Kopf in die Matratze einsinkt. Sinkt die Kugel zu weit ein, würde auch der Kopf eines Kindes zu tief einsinken – es könnte im schlimmsten Fall ersticken. Weiche Matratzen gelten außerdem als einer der Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod.

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Nicht nur bei Kindermatratzen gilt es einiges zu beachten, wenn es um den gesunden Schlaf geht. Vor allem sollten Kunden auf gute Beratung setzen. Das ist vor allem bei den vielen Online-Anbietern nicht immer gegeben. Doch die erobern zusehends den Markt: Innerhalb weniger Jahre konnten sich Start-ups, die im Internet mit Matratzen handeln, nach Schätzungen des Fachverbands der Matratzen-Industrie in Deutschland einen Anteil von rund zehn Prozent sichern.

Kinder-Matratzen-Kauf im Fachgeschäft oder über Online-Handel

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Nach Schätzungen des Fachverbandes und des Handelsverbandes Textil wird in Deutschland jährlich rund eine Milliarde Euro für Matratzen ausgegeben. Im Schnitt investieren Kunden zwischen 300 bis 400 Euro für eine Matratze.

An der Frage, ob man Matratzen guten Gewissens im Internet kaufen kann, scheiden sich allerdings nach wie vor die Geister. Beim Kauf sei Beratung wichtig, meint Leifeld – und betont, Fachgeschäfte seien nicht unbedingt teurer als der Onlinehandel. Auch der Handelsverband Textil warnt, im Internet könne ja schlecht Probe gelegen werden.

Weiterverkauf von Matratzen-Retouren

Ein Besuch in einem Fachgeschäft mit persönlicher Beratung muss dagegen nicht automatisch zu einem besseren Kauf führen. „Der Kunde weiß nicht, auf welche Berater er trifft und ob es Provision gibt für Verkäufe“, erklärt Verbraucherschützer Georg Tryba. Wichtig beim Kauf im Internet sei, dass die Matratze bei Nichtgefallen zurückgesendet werden könne.

Ein Geschäftsgeheimnis ist, wie hoch die Rücklaufquoten der Onlineanbieter sind. Der Handelsverband Textil schätzt, dass bei den Branchen-Newcomern bis zu 20 Prozent der Matratzen zurückgeschickt werden. Im stationären Handel seien es weniger als 2 Prozent. Hohe Rücklaufquoten seien aber ökologisch nicht sinnvoll.

Retourenmatratzen mit bester Qualität werden von Onlineanbietern nach eigenen Angaben neu aufbereitet als B-Ware weiterverkauft. Retouren mit starken Gebrauchsspuren würden entsorgt oder mitunter gespendet.

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Den kompletten Bericht finden Sie auf test.de (kostenpflichtig).

Von RND