Wildkräuter in der Stadt: Wo man sie ernten kann

Gänseblümchen, Brennnessel und Löwenzahn werden immer häufiger in der Küche eingesetzt. Das Gemüse lässt sich im eigenen Garten anbauen oder sogar im städtischen Gebiet sammeln.

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Berlin. Für die einen ist es Unkraut am Wegesrand, für die anderen sind es Wildkräuter, mit denen sich Salate oder Soßen anreichern lassen. Für Bärlauch, Löwenzahn & Co. muss man nicht einmal in die Natur wandern, sie lassen sich auch in bewohnten Gebieten sammeln – wenn auch nicht an jedem Ort.

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Für Anfänger in der Kräuterkunde ist Löwenzahn genau die richtige Pflanze. Sie wächst fast überall, schmeckt gut und regt den Stoffwechsel an. Löwenzahn eignet sich als Beilage zum Salat oder zur Herstellung von Gelee. Löwenzahn sollte aber nicht an stark befahrenen Straßen gepflückt werden.

Keimbelastung bei Kräutern neben stark befahrenen Straßen

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Die Standorte der Pflanzen sollten nicht zu stark Abgasen ausgesetzt sein, erklärt die Initiative „Zu gut für die Tonne!“. Es sollten also Orte mit Wildkräutern gemieden werden, die direkt neben stark befahrenen Straßen liegen. Außerdem sollten dort nicht viele Menschen, Hunde und Katzen unterwegs sein. Sonst können die Pflanzen mit Keimen belastet sein.

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Für Anfänger: Kräuter ohne gefährliche Doppelgänger sammeln

Der WWF warnt, dass einige Pflanzen gefährliche Doppelgänger haben und man diese als Anfänger besser nicht ernten sollte. Der Wiesenkerbel beispielsweise sieht dem gefleckte Schierling zum Verwechseln ähnlich. Der gefleckte Schierling ist eine hochgiftige Pflanze und nur sehr schwer vom Wiesenkerbel zu unterscheiden, also: Finger weg. Besser ist es, sich an Pflanzen wie Vogelmiere, Gänseblümchen oder Gundelrebe zu halten.

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Pflanzen nur für den persönlichen Bedarf ernten

Pflücken ohne Erlaubnis darf man nicht auf privaten oder verpachteten Grundstücken. Darüber hinaus sollte man die sogenannte Handstraußregel beachten: Laut Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes dürfen selbst wilde Pflanzen, die nicht unter Artenschutz stehen oder in Naturschutzgebieten wachsen, nur für den persönlichen Bedarf und in geringen Mengen geerntet werden.

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Der Klassiker unter den Wilden: Brennnessel

Die Brennnessel sollte stets vorsichtig geerntet werden, da die Brennhaare an jungen Pflanzen bei Berührung abbrechen können und sich ihr Brennnesselgift auf die Haut entleeren kann. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät, die Pflanze, die auf Mauern, Brachflächen oder in Parks wächst, nur gegart zu verzehren. Der Geschmack dieser Pflanze wird als würzig-spinatartig beschrieben und die gedünsteten Blätter eignen sich für Suppen, Pfannkuchen oder Risottos.

Barbarakraut lässt sich sogar im Winter ernten

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen und Kräutern, ist das Barbarakraut eine sehr robuste Pflanze, die sogar frostfest ist. Diese Pflanze ist praktisch überall zuhause: an Wegesrändern, auf Wiesen und in Gärten und Parks. Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) informiert, dass die zweijährige Pflanze frisch und mit allen Teilen genossen werden.

Kräuter und Früchte immer gründlich waschen

Wichtig ist auch, die Wurzeln nicht mit auszureißen, sondern nur das Grün mit Messer oder Schere zu entfernen. Außerdem sollte man an einem Fleck immer auch einen Teil der vorhandenen Pflanzen stehen lassen, so dass an dem Ort das Fortbestehen gesichert ist. Um Infektionen mit dem Fuchsbandwurm zu vermeiden, sollten gesammelte Kräuter und Früchte gründlich gewaschen werden, rät die Initiative.

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Wildkräuter: Nicht nur lecker und gesund

Viele Kräuter, die an den Straßen oder in Parks wachsen, schmecken nicht nur hervorragend im Salat, sondern haben auch heilende Wirkstoffe. Der Spitzwegerich zum Beispiel ist bekannt für seine antibakteriellen Inhaltsstoffe, die bei Hustenreiz und Entzündungen der Schleimhäute und Haut helfen.

Von RND/dpa/hb

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