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Wie sich Sport in der Natur positiv auf den Körper auswirkt

Bewegung im Freien ist herrlich. Egal ob beim Joggen, Wandern oder Radfahren – frische Luft tut gut und wirkt belebend. Professor Ingo Froböse verrät, warum Sport in der Natur eine echte Wohltat für unseren Körper ist.

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Hannover. Der Mensch und die Natur gehören zusammen. Das merken wir spätestens, wenn wir mal wieder aus der Stadt rausfahren und die pure Natur genießen. Es ist eine alte Weisheit, dass uns der Kontakt zur Natur guttut. Heute belegen zahlreiche Studien, wie wichtig Naturverbundenheit im Alltag ist, sei es durch den Besuch im Park, Wald oder dem eigenen Garten. So tragen Naturerlebnisse zum Stressabbau bei und wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt, dass bereits 20 bis 30 Minuten Aufenthalt in der Natur den Spiegel des Stresshormons Cortisol erheblich senken.

Natur: Abschalten vom Alltagsstress

Die Natur hält einen ganzen Blumenstrauß an positiven Effekten für den Menschen bereit. Schon die Stille im Freien hilft uns beim Abschalten und Runterkommen. Fernab von Autohupen, Baustellenlärm und Straßenbahnen können wir ideal die Seele baumeln lassen und entspannen. Hinzu kommt die Wohltat bestimmter Gerüche, die wir in der Natur aufnehmen. So verströmt ein feuchter Waldboden oder ein frisch gemähter Rasen einen charakteristischen Geruch, der die Stimmung heben und sogar das Immunsystem stärken kann.

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Natürliches Licht hilft gegen Stimmungstiefs

Generell werden unsere Sinne auf vielfältige Weise angesprochen, wir hören, riechen und sehen intensiver unter freiem Himmel als in geschlossenen Räumen. Zeit in der Natur zu verbringen bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Wir tanken Sonnenlicht. Im Hellen unterwegs zu sein macht uns munter, denn Tageslicht hat einen positiven Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und damit auch auf unser Gefühlsleben. So ist natürliches Licht ein tolles Wirkmittel gegen Stimmungstiefs und den sogenannten Winterblues in der dunklen Jahreszeit.

Training für ein besseres Immunsystem

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Wer an der frischen Luft außerdem körperlich aktiv ist, profitiert von weiteren Pluspunkten für sein körperliches und geistiges Wohlbefinden. Denn regelmäßiges Training stärkt die Atemmuskulatur und verbessert die Lungenfunktion nachhaltig: Die Atmung wird tiefer, und es gelangt mehr Sauerstoff in den Körper. Gerade im Freien ist der Sauerstoffgehalt höher als beispielsweise im Fitnessstudio. Die erhöhte Sauerstoffzufuhr ermöglicht uns, mehr Energie aufzubringen und noch leistungsfähiger zu werden.

Warum Vitamine so wichtig für unseren Körper sind, lesen Sie
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Darüber hinaus gilt: Wer bei Wind und Wetter draußen Sport treibt, stärkt sein Immunsystem und kann Infekten besser vorbeugen. Gerade die Kombination aus Tageslicht, frischer Luft und Ausdauersport wie Wandern, Nordic Walking oder Radfahren kann wahre Wunder bewirken. Ein Training in der Natur macht nicht nur Spaß, sondern sorgt dank unterschiedlicher Untergründe, Steigungen und Gefälle auch für Abwechslung. Ein Grund mehr, regelmäßig Zeit im Grünen zu verbringen und das Fitnessstudio gegen ein Training im Freien einzutauschen.

Natürliches Fitnessstudio

Wer sein Training um ein paar Kraftübungen ergänzen möchte, braucht nicht viel. Mittlerweile findet man in vielen Parks oder Wäldern Geräteparcours, die umsonst genutzt werden können. Aber auch die Natur selbst bietet eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten. So können Baumstämme, Parkbänke oder Steine mit ein bisschen Einfallsreichtum als Fitnessgeräte genutzt werden. Ein paar Beispiele: Lehnen Sie sich an einen Baum und rutschen Sie so weit mit dem Gesäß nach unten, dass Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden. Diese Position sollte für 30 Sekunden gehalten werden. Wiederholen Sie die Übung dreimal.

Für die Brust- und Armmuskulatur könnte Ihnen diese Übung gefallen: Legen Sie die Hände schulterbreit auf der Sitzfläche einer Parkbank ab und machen Sie zwei Schritte zurück, sodass Sie mit Ihrem Körper eine Gerade bilden. Beugen Sie dann langsam Ihre Arme, um die Brust Richtung Boden zu bewegen. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie die Übung dreimal mit ungefähr zwölf Wiederholungen. Achten Sie während der gesamten Ausführung auf eine gute Körperspannung.

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Von Ingo Froböse/RND