Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

WHO: Jede dritte Frau weltweit erlebt Gewalt in der Partnerschaft

Gewalt gegen Frauen ist nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allgegenwärtig.

Gewalt gegen Frauen ist nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allgegenwärtig.

Genf. Gewalt gegen Frauen ist nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allgegenwärtig und beginnt für viele Frauen schon in sehr jungen Jahren. Jede dritte Frau – etwa 736 Millionen Frauen weltweit – erlebe irgendwann in ihrem Leben Gewalt durch einen Partner oder sexuelle Übergriffe außerhalb der Beziehung, berichtete die WHO am Dienstag in Genf. Die große Mehrheit, 641 Millionen Frauen, erlebe Gewalt in der Ehe oder Partnerschaft.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Corona Newsletter "Die Pandemie und wir" vom RND.

Die Pandemie und wir.

Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Dunkelziffer bei Vergewaltigungen deutlich höher

Jede vierte Frau weltweit unter 24 Jahren habe bereits Gewalt in einer Beziehung erlebt. Rund sechs Prozent aller Frauen berichteten von Übergriffen von Männern, mit denen sie nicht liiert waren. Weil aber Frauen etwa nach einer Vergewaltigung oft stigmatisiert werden, geht die WHO davon aus, dass die wahre Zahl deutlich höher liegt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Für diese Angaben hat die WHO nach eigenen Angaben mehr als 300 Studien ausgewertet. Sie bezieht sich auf Daten von 2000 bis 2018. Insgesamt beziehen sich die Autoren auf Material zu Gewalt gegen Frauen aus den 194 WHO-Mitgliedsländern. Vergleiche mit früheren Studien seien wegen veränderter Methoden nicht möglich.

Frauen aus ärmeren Ländern besonders betroffen

Gewalt gegen Frauen gebe es in aller Welt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Coronavirus-Pandemie habe dies nach Angaben von Polizei, Gesundheitsdiensten oder Lehrpersonen verschärft, weil Mädchen mehr zuhause waren oder Ehepartner in der Lockdown-Situation unter Stress zu Gewalt griffen. Angaben aus dem Pandemiejahr 2020 wurden für diese Studie aber nicht ausgewertet.

Gender Equality: Wenn die Gleichberechtigung im Lockdown steckt

In dieser Folge von „Auf dem Schirm“ geht Amandine Cormier den Ursprüngen des Frauentages nach und erklärt, warum es auch 2021 keine Gleichberechtigung gibt.

Besonders betroffen sind Frauen in ärmeren Ländern, wie die WHO berichtet. In einigen Ländern berichte die Hälfte der Frauen von Übergriffen. Die Rate sei am niedrigsten in einigen europäischen Ländern mit 16 Prozent, gefolgt von Zentralasien (18 Prozent), Ostasien (20 Prozent) und Südostasien (21 Prozent).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

WHO: Geschlechterstereotype Vorurteile ausräumen

Die Gewalt habe für die Frauen verheerende Folgen. Zum einen gebe es Verletzungen, aber diese Frauen litten auch häufiger unter Depressionen, Angstattacken, Geschlechtskrankheiten oder übertragenen Krankheiten wie HIV und würden ungewollt schwanger.

Attacken auf Frauen gingen zurück, wenn es mehr Gleichberechtigung gebe, mehr Bildungsangebote und sichere Arbeitsplätze, so die WHO. Die Behörden müssten auch dafür sorgen, dass diskriminierende, auf Geschlechterstereotype beruhende Vorurteile ausgeräumt werden, so die WHO.

RND/dpa

Mehr aus Wissen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken