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Klimakrise: Weltklimarat skizziert drastische Folgen für die Menschheit

  • Sollte das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens nicht eingehalten werden, seien die Auswirkungen für die Menschheit massiv.
  • Das geht aus einem Berichtsentwurf des Weltklimarates hervor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
  • Krankheiten, Hitzewellen und knappe Nahrungsmittel seien einige der erwartbaren Folgen.
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Genf. Hitzewellen, Hungersnöte, Überschwemmungen und immer mehr Arten, die aussterben: Sollte das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens verfehlt werden, sind die Auswirkungen massiv. So lautet die Einschätzung des Weltklimarats (IPCC) in einem Berichtsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

„Das Leben auf der Erde kann sich von einem drastischen Klimaumschwung erholen, indem es neue Arten hervorbringt und neue Ökosysteme schafft. Menschen können das nicht“, zitiert die Nachrichtenagentur aus dem bisher unveröffentlichten Bericht. Die Welt sei laut den IPCC-Experten und -Expertinnen schlecht auf die Änderungen vorbereitet, die die Klimakrise noch mit sich bringen werde.

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Experten skizzieren Folgen der Klimakrise

Steigt die Temperatur weltweit um zwei Grad, seien im Vergleich zu jetzt voraussichtlich zusätzlich 420 Millionen Menschen dem Risiko von Hitzewellen ausgesetzt, steht laut der AFP im Berichtsentwurf. Zudem würden Wasser und Lebensmittel knapper werden sowie ganze Ökosysteme zusammenbrechen – und das immer schneller. Das sei selbst dann der Fall, wenn Menschen es schafften, den Ausstoß der Treibhausgase zu reduzieren. Trotzdem sei jeder „Bruchteil eines Grads Erwärmung“ wichtig. Durch Klimaschutzmaßnahmen könne die Menschheit vor dem Aussterben bewahrt werden.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte die Nachrichtenagentur außerdem eine Grafik, die weitere vom IPCC prognostizierte Auswirkungen der Erderwärmung für den Menschen skizziert. So sei im Jahr 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung von der Viruserkrankung Dengue-Fieber sowie von Gelbfieber und dem Zikavirus bedroht. Rund 1,4 Millionen weitere Kinder in Afrika würden im Jahr 2050 unter Wachstumshemmungen leiden, weil sie unterernährt seien. Die Fischfangquoten könnten in tropischen Regionen mit hohen Emissionen um 40 bis 70 Prozent sinken.

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Weltklimarat will sich zum Bericht nicht äußern

Der Weltklimarat teilt auf seiner Webseite als Reaktion auf die Veröffentlichung durch die AFP mit, dass er sich zu Inhalten von Berichtsentwürfen nicht äußert, solange die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Solche vertraulichen Arbeitsdokumente dürften in dieser Phase nicht öffentlich verbreitet oder zitiert werden. Das sei eine Frage des Respekts gegenüber der Autorinnen und Autoren, „um ihnen die Zeit und den Raum zu geben, das Schreiben fertigzustellen, bevor das Werk veröffentlicht wird“, so der IPCC. Der fertige Bericht erscheine nicht vor Februar 2022.

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), auch Weltklimarat genannt, ist eine Institution der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Expertinnen und Experten beschäftigen sich im IPCC mit dem Klimawandel aus wissenschaftlicher Perspektive. 195 Länder sind Mitglied im Weltklimarat.

RND/saf

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