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  • Weniger Wespen im Sommer 2021: Grund ist nicht nur das Wetter

Wo sind diesen Sommer die Wespen geblieben?

  • Naturschutzverbände haben in diesem Sommer in Deutschland weniger Wespen gezählt.
  • Die Gründe dafür waren vor allem die kühlen Temperaturen und das feuchte Klima.
  • Doch die Populationen der Deutschen Wespen hierzulande schwinden seit einigen Jahren.
Talisa Moser
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Ob BBQ-Party oder Kuchen am Nachmittag: Wo Menschen an der frischen Luft speisen, sind Wespen im Sommer in der Regel nicht weit. Doch in diesem Jahr war das anders: Wespen waren oft nicht zu sehen. So hat etwa der Naturschutzbund Nabu 2021 weniger Wespen gezählt als im Vorjahr. Normalerweise würden während des zweiten Zählzeitraums im August doppelt so viele Wespen erfasst wie bei der Zählung im Juni. In diesem Jahr habe es aber gerade einmal ein Viertel so viele Wespen gegeben wie noch zum selben Zeitraum 2020, teilt die Organisation mit.

Sowohl der kalte Winter als auch der feuchte Sommer haben der Wespenpopulation in Deutschland nicht gutgetan, berichtet auch die Naturschutzorganisation WWF. Viele Königinnen seien bereits zu Beginn des Jahres erfroren.

Zahl der Insekten ist rückläufig

Doch nicht nur der Winter, auch der feuchtkühle Frühling hat die Nahrungsverfügbarkeit für die Tiere laut WWF stark eingeschränkt. Viele der verbliebenden Königinnen hätten nicht ausreichend Nahrung gefunden und seien verhungert. Die Folge: Weniger Wespenvölker und damit Tausende Wespen weniger. Zudem seien zahlreiche Nester durch die hohe Luftfeuchtigkeit beschädigt worden.

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Für den Rückgang ist jedoch nicht nur das nasskalte Wetter in diesem Jahr verantwortlich. Generell ist die Gesamtzahl der Insekten in Deutschland seit einigen Jahren rückläufig, so das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Gründe dafür seien zum einen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und anderen Pestiziden, aber auch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume.

Insektenschutz fängt bei jedem Einzelnen an

Wer seinen Beitrag zum Insektenschutz leisten will, kann auch zu Hause bereits einiges tun. Der WWF empfiehlt dafür zum Beispiel, insektenfreundliche Blumen im Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen. Auch ein Insektenhotel kann Wespen und Co. eine Unterschlupf-, Nist- und Überwinterungshilfe bieten.

Versuchen Sie, verirrte Insekten in Innenräumen nicht zu töten, sondern zu fangen und im Garten wieder auszusetzen. Insektenschutzgitter an den Fenstern und Türen können dem Problem außerdem vorbeugen.

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