Weißkittelsyndrom verfälscht oft Werte

Das Blutdruckmessgerät anlegen, messen, fertig. So einfach ist es leider nicht, den richtigen Blutdruck zu messen, denn die Werte lassen sich leicht verfälschen, etwa durch das sogenannte Weißkittelsyndrom. Darauf sollten Anwender achten ...

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Hannover. Das tägliche Blutdruckmessen zu Hause kann die ärztliche Therapie bei Bluthochdruck unterstützen. Um die Werte dabei nicht zu verfälschen, gilt es jedoch, einiges zu beachten.

Wichtig ist zum einen ein geeignetes Messgerät: Patienten sollten sich vor dem Kauf von ihrem Arzt beraten lassen. Es empfiehlt sich auch, beim Arzt oder in der Apotheke eine Kontrollmessung mit dem Stethoskop machen zu lassen und den Wert mit dem des eigenen Messgeräts zu vergleichen, um Ungenauigkeiten oder auch Bedienfehler auszuschließen.

Das sollte man vor dem Messen beachten

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Bevor man mit der Messung beginnt, sollte man fünf Minuten in entspannter Haltung an einem ruhigen Ort sitzen und die Beine dabei nicht übereinanderschlagen. Aufregung, Stress zu viel Bewegung oder Kaffeekonsum sollte vor der Messung vermieden werden, denn derlei Faktoren können den Blutdruck erhöhen.

Richtig messen – so geht’s

Gemessen werden sollte immer am Arm mit dem höheren Blutdruck. Welcher das ist, kann der Arzt bestimmen. Die Manschette des Messgeräts muss am Arm auf Herzhöhe direkt auf der Haut angelegt werden. Ein hochgeschobener Ärmel darf dabei den Blutfluss im Arm nicht einengen. Wichtig ist auch, dass die Manschette nicht zu schmal ist und nicht zu locker angelegt wird. Es empfiehlt sich, den Blutdruck zwei Minuten nach der ersten Messung erneut zu messen. Meist wird der gemessene Wert dabei niedriger ausfallen. Dieser zweite Wert sollte dann notiert werden.

Nicht vom Weißkittelsyndrom beirren lassen

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Viele Patienten stellen fest, dass die Werte bei einer Blutdruckmessung, die sie selbst zu Hause vornehmen, weniger hoch sind als beim Arzt. Das liegt vielfach am sogenannten Weißkittelsyndrom. Im Angesicht von Medizinern schnellt bei vielen Patienten der Blutdruck hoch, weil sie aufgeregt sind oder vielleicht auch ärgerlich, wenn sie länger warten mussten. In der Regel berücksichtigen Ärzte bei der Diagnose diesen Unterschied.

Von Irene Habich/RND

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