Warum sind Bienen wichtig für die Umwelt?

  • Ob Honigbiene, Wildbiene oder Stadt-Biene: Die kleinen behaarten Insekten sind unentbehrlich für das Ökosystem.
  • Deshalb stehen sie unter Naturschutz.
  • Wir Menschen können das friedliche Zusammenleben sichern. Hier hilft ein sensibler Umgang mit der Umgebung.
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Hannover. Dass der Rückgang der weltweiten Bienenpopulation aufgehalten werden muss, steht außer Frage. Hierfür muss das Bewusstsein der Menschen in vielen Fällen aber noch wachsen. Abhilfe schaffen zum Beispiel Maßnahmen wie der Internationale Weltbienentag am 20. Mai, den die Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen hat. Er findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Wieso Bienen wichtig für die Umwelt sind und was jeder Einzelne tun kann, haben wir für Sie zusammengestellt.

Honigbiene: Wie lebt ein Honigbienenvolk?

In einem Bienenvolk leben drei verschiedene Arten von Honigbienen: bis zu 60.000 Arbeiterinnen, einige hundert Drohnen und eine Königin. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrer Größe als auch in ihren Aufgaben.

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  • Die Arbeiterinnen: Sie durchlaufen während ihres Lebens mehrere Phasen – von der Brutpflege und Instandhaltung des Stocks bis zur Nahrungsbeschaffung. Obwohl Arbeiterinnen nur 12 bis 14 Millimeter groß sind, können sie 50 bis 70 Mikroliter Blütennektar transportieren. Das ist fast ihr eigenes Körpergewicht. Sie sind in der Regel unfruchtbar, sodass die Fortpflanzung ausschließlich den Drohnen und ihrer Königin überlassen ist.
  • Die Drohnen: Sie sind 15 bis 17 Millimeter groß und nehmen über 300 Bilder pro Sekunde wahr. Zum Vergleich: Wir Menschen können etwa 60 bis 65 Bilder pro Sekunde erkennen. Der Grund dafür ist, dass die Drohnen ihre Königin im Freien für den Hochzeitsflug erkennen müssen. Denn dazu sind sie da. Nach dem Sex sterben sie, weil ihr Penis in der Königin steckenbleibt und abreißt.
  • Die Königin: Mit bis zu 25 Millimetern ist die Bienenkönigin viel größer als eine Arbeiterin. Der Grund: Während die Larven einer Arbeitsbiene mit Pollen und Honig gefüttert werden, ernährt sich die Königin von Weiselfuttersaft, einem Gemisch aus den Sekreten der Futtersaftdüse und der Oberkieferdrüse der Arbeiterinnen.

Honigbienen und Wildbienen: Der Unterschied

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In Deutschland gibt es drei Arten von Honigbienen: die Kärntnerbiene, die Buckfastbiene und die Dunkle Biene. Sie sind nicht gefährdet. „Auf die Honigbiene gibt der Imker Acht. Problematisch ist eher der Bestand von Wildbienen. Von 560 Arten stehen 300 auf der Liste der gefährdeten Arten. 30 sind schon ausgestorben“, erklärt Petra Friedrich vom Deutschen Imkerbund. „Sie leben als Einzelgänger. Dazu kommt, dass viele von ihnen oligolektisch leben: Sie haben einen begrenzten Flugradius von etwa 100 Metern und sammeln ausschließlich Pollen einer Pflanzenart oder nah verwandter Pflanzenarten.” Ist diese Pflanzenart ausgestorben, stirbt auch die Wildbienenart.

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So unterscheiden sich Wespen und Bienen voneinander
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Hier kann man alle Unklarheiten zwischen den beiden Insektenarten erfahren.
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Warum ist die Biene so wichtig für die Umwelt?

Bienen tragen dazu bei, dass Wild- und Kulturpflanzen bestäubt werden. „Sie gelten als Nutztier, das der Wirtschaft jährlich etwa zwei Milliarden Euro bringt“, sagt die Expertin. Dabei schaffen sie zeitgleich eine Nahrungsgrundlage für andere Tiere, zum Beispiel Vögel. Die Honigbiene ist in Deutschland nach Schwein und Rind das drittwichtigste Nutztier. Vom Bienensterben wären neben Honig auch Obst, Gemüse, Fruchtsäfte, Fruchtgummis, Öle, Brotaufstriche oder zum Beispiel Kleidung aus Baumwolle betroffen - denn Bienen bestäuben die Pflanzen, wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen. Experten schätzen, dass etwa ein bis zwei Drittel unserer Nahrung von der Bestäubung durch Bienen abhängt.

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Bienen – warum sind sie so wichtig?
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Der Lebensraum der Insekten ist bedroht, sie finden kaum Nahrung. Hobbygärtner können aber helfen, indem sie ihren Garten bienenfreundlich gestalten.  © RND

Bienen vom Aussterben bedroht: Insekten stehen unter Naturschutz

Der Deutsche Imkerbund schätzt, dass sich die Zahl der Bienenvölker innerhalb der letzten 67 Jahre von 2,5 Millionen auf 1,4 Millionen reduziert hat. Das liegt zum einen an der wachsenden industriellen Landwirtschaft, zum anderen an der Nutzung von Pestiziden und der Zerstörung wichtiger Lebensräume. Wildbienen wie Hummeln oder Wespen stehen daher laut Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) unter Naturschutz. Sie dürfen weder gefangen noch getötet werden – sonst drohen hohe Bußgelder.

Wer zum Beispiel ein Bienenhabitat bei sich im Garten findet, darf die Tiere nicht selbst umsiedeln. Je nach Bundesland kann ein Bußgeld in Höhe von 60.000 Euro verhängt werden. Auch die Feuerwehr darf zur Nestumsiedlung nur in absoluten Notfällen kontaktiert werden. Stattdessen kann ein regionaler Imker weiterhelfen.

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Wie kann man Wildbienen schützen? Der richtige Umgang mit Bienen

„Wir müssen sensibler auf unser Umfeld achten“, meint Friedrich. Sowohl den Balkon als auch den Garten könne man darauf ausrichten, dass Bienen Nahrung finden. Dazu eignen sich zum Beispiel Rosmarin und Thymian. Bienenfreundliche Pflanzen sind im Handel oft gekennzeichnet. „Im privaten Garten kann man außerdem auf die Nutzung chemischer Pflanzenschutzmittel verzichten. Sie werden oft nicht fachgerecht eingesetzt und schaden den Bienen erheblich.“

Eine weitere Maßnahme: ein Insektenhotel oder ein Hummelkasten. Dafür müsse man nicht zwingend tiefer ins Portemonnaie greifen. „Ein Hummelkasten zum Beispiel lässt sich einfach selbst bauen und hilft den Bienen, zu überleben“, erklärt Friedrich. Letztendlich könne jeder etwas dafür tun, dass der Wildbienenbestand nicht weiter sinke.

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Was schmeckt den Bienen? Bienenfreundliche Blumen

Wer sich über mehr Bienen im Garten freut, sollte wissen, dass Bienen von bestimmten Pflanzen angelockt werden. Die Honigbiene nimmt eigentlich jede blühende Pflanze an, die Wildbiene jedoch ist auf spezielle Arten angewiesen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bietet online eine Liste mit Pflanzen, die attraktiv für Insekten sind. Beispiele: Akelei, Lavendel, Lupine oder Astern. Generell ist darauf zu achten, dass keine gefüllten Blüten, also Blüten ohne Pollen und Nektar, gepflanzt werden, da die Biene darin keine Nahrung findet. Je nachdem wie groß der eigene Garten ist, ist es auch immer sinnvoll, Felssteine einzuplanen. Solitäre Bienen, sogenannte Einsiedlerbienen, versorgen ihre Brut alleine und brüten gerne in den Ritzen dieser Steine.

Wenn den Tieren dann noch eine Wasserquelle geboten wird, zum Beispiel in Form eines Miniteichs aus dem Baumarkt oder einer einfachen Vogeltränke, steht dem fröhlichen Summen im Garten nichts mehr im Wege.

Wie schützt man sich vor einem Bienenstich?

Bienen gelten als die harmloseren Insekten, was das Stechen angeht. Männliche Bienen haben gar keinen Stachel. Wenn überhaupt, dann sticht also nur die weibliche Biene – und auch nie grundlos. Bienen werden hauptsächlich aggressiv, wenn man nach ihnen schlägt. Sehr blumig riechende Shampoos können die Biene anziehen, informiert der InsektenschutzVerbund NRW. Falls eine Biene doch einmal zusticht, sollte zuerst der Stachel herausgezogen werden. Eine aufgeschnittene Zwiebel oder etwas Essig eignen sich gut, um eine Entzündung zu verhindern. Auch ein Wärmestift aus der Apotheke helfe. Er reduziere Juckreiz und Schwellungen, meint die Expertin. Die Stelle mit Alkohol desinfizieren und kühlen, zum Beispiel mit einem feuchten Waschlappen.

Für unterwegs gibt es Kühlroller, -gele und -pflaster. Gegen Brennen, Jucken und Anschwellen hilft kühlendes Gel mit einem Antihistaminikum, essigsaurer Tonerde oder pflanzlichen Bestandteilen. Wichtig ist, nicht an den Einstichstellen zu kratzen, um eine Infektion zu vermeiden.

Für einen Allergiker kann ein Stich gefährlich werden, da es zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann. Aus diesem Grund sollten Allergiker im Sommer stets ein Notfall-Set mit sich führen.

“Staat, Sex, Amen”
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