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Beweglicher Festtag

Ostern – was feiern wir da eigentlich?

Foto: Ostereier sind für die meisten Schleswig-Holsteiner ein Muss, am liebsten gefärbt, aber auch gerne aus Schokolade.

Ostern gehört zu den wichtigsten Festen im Christentum.

Hannover. Ostern zählt zu den wichtigsten Festen im Christentum und wird in vielen christlich geprägten Kulturkreisen als traditionelles Familienfest gefeiert. Von Karfreitag bis Ostermontag erinnern die Menschen an Ostern an die Kreuzigung und Auferstehung Jesu.

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Die wichtigsten Fakten rund ums Osterfest auf einen Blick.

Warum ist Ostern in diesem Jahr so spät?

Als sogenannter beweglicher Festtag findet Ostern jedes Jahr an unterschiedlichen Daten statt. Das Datum orientiert sich immer am ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn. Am ersten Sonntag darauf ist Ostern.

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In diesem Jahr fällt der Ostersonntag auf den 17. April, Ostermontag ist folglich einen Tag darauf, am 18. April 2022. Die Osterfesttage 2022 im Überblick:

Unmittelbar vor Ostern wird mit der Karwoche das Ende der Fastenzeit in den westlichen Kirchen eingeläutet. Beginn der in der evangelischen Kirche auch Stille Woche genannten Karwoche ist Palmsonntag, in diesem Jahr am 10. April. Mit dem Karsamstag, in diesem Jahr am 16. April, endet die österliche Bußzeit.

Im östlichen Christentum gilt die Woche vor Ostersonntag als eigene Zeitperiode, sie wird in der katholischen und orthodoxen Kirche auch als Große Woche beziehungsweise Heilige Woche bezeichnet. Hier endet die 40-tägige Fastenzeit erst am Ostersonntag.

Gesetzliche Feiertage an Ostern: Wann ist frei?

Nicht jeder Tag in der Osterwoche ist ein Feiertag. Das sind alle gesetzlichen Feiertage zu Ostern im Überblick:

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  • Gesetzliche Feiertage an Ostern 2022: Bei Karfreitag und Ostermontag handelt es sich um gesetzliche Feiertage, die in ganz Deutschland gültig sind. Der Ostersonntag ist lediglich in Brandenburg ein explizit gesetzlicher Feiertag.
  • Keine Feiertage an Ostern 2022: Keine gesetzlichen Feiertage sind hingegen der Gründonnerstag und der Karsamstag.

Bedeutung von Ostern: Warum wird das Osterfest gefeiert?

Ostern gehört zu den wichtigsten Festen im Christentum. Während am Gründonnerstag an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern, und am Karfreitag an die Kreuzigung Jesu erinnert wird, dient der Ostersonntag dem Gedenken an die Auferstehung Jesu. Der Palmsonntag markiert den Auftakt zur Karwoche beziehungsweise Heiligen Woche und geht auf den Einzug Jesu in Jerusalem zurück.

Der Ostermontag schließlich erinnert an die im Lukasevangelium erzählte Geschichte, die besagt, dass sich an diesem Tag nach der Auferstehung Jesu zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus machten. Dort begegneten sie am Abend Jesus Christus. Die Jünger verbreiteten danach in Jerusalem die Nachricht von der Auferstehung.

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Woher kommt der Osterhase?

Auch der Hase gilt als Fruchtbarkeitssymbol an Ostern. Verschiedenste Mythen und Geschichten ranken sich um ihn. Als Symbol für Christus wird er beispielsweise bereits in der byzantinischen Ikonenkunst erwähnt. Den Schokohasen gibt es dagegen erst seit etwa 60 Jahren.

Ebenso wird der Hase der angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre als heiliges Tier zugeordnet. Diese Herleitung erscheint auch deshalb schlüssig, weil Ostern ursprünglich keine christliche Tradition, sondern ein heidnisches Fest zu Ehren der germanischen Frühlingsgöttin Ostara war. Übrigens gehen auch Osterfeuer ursprünglich auf einen germanisch-heidnischen Brauch zurück.

Was hat es mit der Ostereiersuche auf sich?

Die germanische Tradition bietet auch eine Erklärung für die Eiersuche an Ostern. Um die Frühlingsgöttin zu ehren, schenkten sich die Menschen gegenseitig Eier als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der Kirche war das jedoch ein Dorn im Auge und so wurden die Eier fortan versteckt.

Ostereier bemalen: Woher stammt der Brauch?

Das Anmalen und Färben von Eiern zu Ostern ist eine seit Jahrhunderten weit verbreitete Tradition. Doch woher stammt der Brauch?

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Es gibt verschiedene Vermutungen, die erklären, was es mit den bemalten Eiern an Ostern auf sich hat. Eine davon: Eier gelten in vielen Kulturen als Symbol der Fruchtbarkeit und neuen Lebens. Auch im Christentum spielt diese Symbolik eine wichtige Rolle, wo die Auferstehung Jesu am Ostersonntag durch das Ei symbolisiert wird. Im Mittelalter wurden Eier rot gefärbt, um an den Opfertod Jesu zu erinnern.

Eine weitere Vermutung verbindet die Ostereier mit der Fastenzeit. Da Eier tabu waren, mussten sie durch Kochen haltbar gemacht werden. Verzehrt wurden die hart gekochten Hühnereier dann zum Ende der Fastenzeit am Ostersonntag. Um die alten Eier von den frischen zu unterscheiden, wurden sie angemalt.

RND/af/do/pf

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