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  • Warntag am 10. September: Erster bundesweiter Probealarm seit 30 Jahren

In wenigen Tagen: Erster bundesweiter Warntag seit 30 Jahren

  • Sämtliche Sirenen in ganz Deutschland werden am 10. September 2020 zu hören sein.
  • Und nicht nur das: Bundesweit sollen alle zur Verfügung stehenden Warnmittel getestet werden.
  • Damit werden die Systeme bewusst an ihre Grenzen geführt.
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Eine so groß angelegte Alarmübung hat es seit 1990 nicht mehr gegeben. Am 10. September 2020 um 11 Uhr soll der Warntag 2020 stattfinden. Ziel ist es, alle zur Verfügung stehenden Warnmittel zu testen und diese bewusst an Belastungsgrenzen zu führen, Warnanlässe bekannter zu machen und die Selbstschutzfertigkeiten der Bevölkerung zu verbessern. Es werden also nicht nur Sirenen zu hören sein, auch Warnmeldungen im Radio, über Warn-Apps und an digitalen Werbetafeln soll es geben.

Auch die zunehmende Anzahl an Naturkatastrophen wie etwa die Hitzewellen 2018 und 2019, Starkregenereignisse, Hochwasser und andere Bedrohungslagen wie etwa Terroranschläge wie die in Halle 2019 oder in Hanau 2020 und aktuell die Corona-Pandemie hätten den Stellenwert des Warnsystems erhöht.

Warnanlässe des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Der Alarm kann zu einer Vielzahl von Anlässen erfolgen. Dazu gehören:

  • Naturgefahren
  • Gefährliche Wetterlagen
  • Waffengewalt und Angriffe
  • Unfälle in Chemiebetrieben
  • Störungen des Verkehrs
  • Stromausfall
  • Ausfall der Versorgung
  • Krankheitserreger
  • Radioaktivität
  • Feuer

Warnungen können von unterschiedlichen Institutionen kommen, zum Beispiel von Bund, Bundesländern, Feuerwehr, Polizei, Hochwasserzentrale und Deutschem Wetterdienst.

Deutschland bereitet sich auf Warntag vor

In ganz Deutschland laufen die Vorbereitungen auf den Warntag 2020. Im niedersächsischen Salzgitter werden im Stadtgebiet 35 Sirenen ertönen. Drei davon sind so modern, dass auch Lautsprecherdurchsagen durch sie verbreitet werden könnten. Für Fragen hat die Stadt eine extra Bürgerhotline eingerichtet.

Im brandenburgischen Nauen wird die Bevölkerung aufgerufen, auch den Ernstfall zu proben und nach erfolgter Warnung die Medien einzuschalten, um mehr Informationen zu erhalten. Im Landkreis Teltow-Fläming hingegen können aus technischen und zeitlichen Gründen nicht alle Sirenen gleichzeitig ausgelöst werden. Im Landkreis gibt es 165 Sirenen, wovon nur 143 digital angesteuert werden können.

Im Kreis Mettmann (NRW) soll das Sirenennetz in Kürze sogar modernisiert werden, bestehende Lücken wolle man dann schließen. Daher könnten zum 10. September noch nicht alle Sirenensignale ausgelöst werden, teilt die Feuerwehr Ratingen mit.

Die Entwarnung ist für 11.20 Uhr geplant. Künftig soll der Warntag an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt werden.

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