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  • Waldbrände in Deutschland: Trockenheit begünstigt Brände - so verhalten Sie sich richtig

Trockenheit sorgt für Waldbrände: So verhalten Sie sich richtig!

  • Extreme Hitze, kein Niederschlag und Dürre: Diese Faktoren können Waldbrände begünstigen.
  • Aber auch die Fahrlässigkeit des Menschen kann teilweise verheerende Brände im Wald entfachen.
  • Wie man sich bei einem Waldbrand zu verhalten hat und wie man der Gefahr aus dem Weg gehen kann, lesen Sie hier.
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Hannover. Mit Hoch Detlef startet derzeit das heiße Sommerwetter in Deutschland und lässt die Temperaturen auf über 30 Grad klettern. Für Deutschlands Wälder heißt es aufgrund des wenigen Regens: Akute Waldbrandgefahr. Schon jetzt haben die Brände in Brandenburg aufgrund der Trockenheit wieder zugenommen, aber auch andere Regionen sind betroffen - Experten warnen etwa vor drohender Waldbrandgefahr in Südhessen, Berlin, Brandenburg und Ostniedersachsen.

Was Sie bei der extremen Hitze beachten sollten, wie Sie sich im Falle eines Waldbrandes verhalten müssen und was es sonst noch im Ernstfall zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

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Animation: So entstehen Waldbrände
1:58 min
Zahlreiche Waldbrände wüten derzeit im Amazonas-Gebiet. Die Flammen breiten sich durch eine Kombination der Faktoren Wind, Vegetation und Gelände aus.  © AFP

Was sind die Ursachen für Waldbrände?

Waldbrände können viele Ursachen haben. Wenn extreme Wetterbedingungen vorherrschen, wie Hitze, Dürre oder Wind, steigt auch die Gefahr für Waldbrände. Meist reicht dann nur ein kleiner Funke aus und ein Brand ist entfacht. Umso wichtiger ist es, einen Waldbrand zu vermeiden. Denn, steht erstmal eine Fläche in Brand, ist es für die Einsatzkräfte schwierig, das Feuer zu bekämpfen und einzudämmen. Hinzu kommt, dass die Anfahrt durch unwegsames Gelände die Arbeit der Einsatzkräfte noch erschwert. Um die Gefahr eines Waldbrandes so gering wie möglich zu halten, sollten sich Waldbesucher an Regeln und Verbote halten und nicht fahrlässig handeln.

Was ist im Wald verboten?

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In Waldgebieten gelten viele Regeln und Verbote rund um das Feuer - das ganze Jahr über. Besonders bei erhöhter Waldbrandgefahr können Brände durch das Beachten folgender Regeln verhindert werden:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzünden.
  • Grillen ist nur auf freigegebenen Grillplätzen erlaubt.
  • Im Wald gilt bundesweit von Anfang März bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot. In Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern ist das Rauchen im Wald sogar generell verboten.
  • Keine Zigaretten aus dem Auto werfen - egal ob bereits ausgedrückt oder noch glimmend.
  • Keinen Müll, besonders Gläser, im Wald zurücklassen. Glas kann als Sammellinse für die Sonnenstrahlen wirken und ein Feuer entfachen.
  • Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen.
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Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Das Strafgesetzbuch stellt Brandstiftung generell unter Strafe, egal ob vorsätzlich oder unbewusst. Dort ist auch geregelt, wann Brandstiftung in Wäldern vorliegt. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 5000 Euro und in besonders schweren Fällen auch Freiheitsstrafen. Außerdem haben die einzelnen Bundesländer Waldgesetze: Wer mit einer glühenden Zigarette, einem Kohlegrill oder einem Gaskocher mit offener Flamme erwischt wird, dem drohen zum Beispiel nach dem Brandenburger Waldgesetz Geldbußen bis zu 20.000 Euro.

Waldbrand gesichtet: Was tun?

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand, sollte schnell der Notruf 112 der Feuerwehr alarmiert werden. Jeder Mensch ist, laut Feuerwehr, dazu verpflichtet, bei Waldbränden im Rahmen seiner Möglichkeiten – ohne sich selbst zu gefährden – einen sogenannten Entstehungsbrand einzudämmen, erste Hilfe zu leisten und mit Löschversuchen zu beginnen. Schon einfache Mittel helfen, wie beispielsweise Sand oder Erde oder grüne Zweige zum Ausstreichen des Feuers.

Mit den Zweigen sollten die Flammen immer in Richtung des Feuers mit gleichmäßigen Bewegungen ausgefegt werden. Durch Ausschlagen des Feuers kann aber Funkenflug entstehen und das Feuer durch die Luftzufuhr weiter angefacht werden. Falls es gelungen ist, einen Brand zu löschen, sollte trotzdem die Feuerwehr informiert werden.

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Was bedeuten die Waldbrand-Alarmstufen?

Im gesamten Bundesgebiet gelten laut dem Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes folgende Waldbrandwarnstufen:

  • Waldbrandwarnstufe 1: Es besteht sehr geringe Waldbrandgefahr.
  • Waldbrandwarnstufe 2: Es besteht geringe Waldbrandgefahr.
  • Waldbrandwarnstufe 3: Es besteht mittlere Waldbrandgefahr.
  • Waldbrandwarnstufe 4: Es besteht hohe Waldbrandgefahr.
  • Waldbrandwarnstufe 5: Es besteht sehr hohe Waldbrandgefahr.

Auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes gibt es eine täglich aktualisierte Landkarte Deutschlands, auf der die Gefährdung des Waldes durch Waldbrand zu finden ist. Die Waldbrandsaison in Deutschland geht übrigens von Mai bis Oktober.

RND/nw

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