UN-Umweltprogramm verkündet weltweites Ende von verbleitem Benzin

  • Das letzte verbleite Benzin wurde im Juli in Algerien aufgebraucht – somit gibt es weltweit kein verbleites Benzin mehr.
  • Nach Angaben der UN verunreinigt es Luft, Boden und Trinkwasser und kann Krankheiten wie beispielsweise Krebs auslösen.
  • In Deutschland wurde verbleites Benzin bereits 1988 verboten, acht Jahre später folgte das Verbot von bleihaltigem Super-Benzin.
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Nairobi. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat das weltweite Ende von verbleitem Benzin verkündet. Die letzten Vorräte seien im Juli in Algerien aufgebraucht worden, teilte die Organisation am Montag in Nairobi mit. UNEP-Chefin Inger Andersen sprach von einem „riesigen Meilenstein“.

Verbleites Benzin belastet nach Angaben der UN Luft, Boden, und Trinkwasser und kann Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebs verursachen. Das in dem Treibstoff enthaltene Tetraethylblei soll auch die Entwicklung des menschlichen Gehirns, vor allem bei Kindern, negativ beeinflussen.

In der EU seit dem Jahr 2000 verboten

In Deutschland wurde verbleites Benzin 1988 und bleihaltiges Super-Benzin 1996 verboten, das endgültige Verbot kam in der Europäischen Union 2000. Japan war 1980 das erste Land, in dem verbleites Benzin komplett verboten wurde. 2015 erklärten sich die Ölproduzenten Irak und Algerien bereit, verbleiten Treibstoff endgültig abzuschaffen.

RND/dpa

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