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UN-Bericht: Extreme Wetterereignisse häufen sich – Afrika stark bedroht

  • Ein UN-Bericht zeigt, dass sich extreme Wetterereignisse immer mehr häufen werden.
  • Diese werden die Hilfsbedürftigsten am härtesten treffen.
  • Laut dem Bericht ist Afrika am stärksten vom Klimawandel bedroht.
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Genf/Narobi. Steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse bedrohen einem UN-Bericht zufolge zunehmend die Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit von Menschen in Afrika. „Der Klimawandel hat wachsende Auswirkungen auf den afrikanischen Kontinent und trifft die Hilfsbedürftigsten am härtesten“, warnte am Montag der Chef der Weltwetterorganisation (WMO), Petteri Taalas.

Afrika erwärmt sich dem Bericht zufolge schneller als der globale Durchschnitt. Dies hat und wird verheerende Auswirkungen haben: Rund 60 Prozent der Bevölkerung Afrikas sind im Landwirtschaftssektor beschäftigt, der auf dem Kontinent die wichtigste Lebensgrundlage bedeutet, wie Filipe Lúcio, der Leiter des Global Framework for Climate Services bei der WMO, erklärte. Seit 2012 ist die Zahl unterernährter Menschen in den Ländern südlich der Sahara dem Bericht zufolge um knapp 46 Prozent gestiegen. „Die weiter steigenden Temperaturen werden dies verschlimmern“, sagte Lúcio.

Afrika wird stark vom Klimawandel betroffen sein

Zudem werden sich nach Angaben des Berichts extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Dürren und tropische Zyklone häufen. „Idai“, der im März vergangenen Jahres Mosambik, Simbabwe und Malawi verwüstete, war der schlimmste bekannte tropische Zyklon der südlichen Hemisphäre. Die steigenden Temperaturen sowie der steigende Meeresspiegel würden das Risiko für derartige Zyklone künftig verschärfen, sagte Omar Baddour, der die Klima-Berichte der WMO koordiniert. Auch Dürren seien ein wachsendes Problem.

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Die Klimaveränderungen werden demnach auch die Ökonomien Afrikas hart treffen. Ein globaler Temperaturanstieg von zwei Grad könnte dem Bericht zufolge bedeuten, dass das Bruttoinlandprodukt des Kontinents um fünf Prozent sinkt.

Afrika hat bislang nur etwa drei Prozent zum globalen CO2-Ausstoß beigetragen, der Kontinent wird aber stark vom Klimawandel betroffen sein. „Afrika muss handeln“, sagte Lúcio. Etwa müsse die Landwirtschaft an den Klimawandel angepasst werden und die Produktion verbessert werden, allerdings mit klimafreundlichen Lösungen, wie etwa solarbetriebener Bewässerung.

RND/dpa

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