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Umweltschützer warnen: Einwegmasken gefährden Tiere und Gewässer

  • Seit Kurzem sind Einwegmasken auch in Deutschland in Supermärkten und dem ÖPNV Pflicht.
  • Doch werden sie nicht richtig entsorgt, können sie eine große Gefahr für Tiere und Umwelt darstellen.
  • Masken und Gummihandschuhe gehören in den Restmüll – am besten schneidet man vor der Entsorgung noch die Ohrenbänder ab.
Talisa Moser
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Viele haben sie bereits genutzt, jetzt sind sie in Deutschland sogar Pflicht: Einwegmasken gelten als wichtigste Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Doch nicht immer werden sie vorschriftsgemäß entsorgt, eine große Zahl landet in der Natur – und birgt somit Gefahren für zahlreiche Tiere und die Umwelt.

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Masken gehören in den Restmüll

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Sogenannte OP-Masken oder FFP2-Masken müssen nach dem Tragen ordnungsgemäß entsorgt werden, damit sich nicht in der Natur landen. Dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft gehören Masken, Gummihandschuhe und Co. in den Restmüll.

Benutzte Schutzausrüstung seien keine Verpackungsmaterialien und gehören deswegen auch nicht in den gelben Sack. Die Abfälle müssen über die graue Tonne dem Restmüll zur thermischen Verwertung beigegeben werden.

Tiere können sich in den Masken verfangen

Was passiert, wenn die Menschen ihre Masken achtlos in der Umwelt loswerden? Darauf machte bereits die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals aufmerksam. Die britische Tierschutzorganisation teilte bereits im September erste Bilder von Vögeln, die sich in den Gesichtsmasken verfangen. Zahlreiche Tiere könnten sich dadurch bereits schwer verletzt haben oder sogar gestorben sein.

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Als Präventionsmaßnahme rufen die Tierschützer zur fachgerechten Entsorgung der Masken auf. Außerdem könnten die Menschen vor der Entsorgung noch die Ohrenbänder abschneiden, damit die Masken, sollten sie doch in der Natur landen, keine Gefahr zum Verheddern für die Tiere darstellen.

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Schutzmaterialien dürfen nicht in Gewässer gelangen

Doch die Masken und weiteres Schutzmaterial stellen nicht nur für die Tiere eine Gefahr dar, wenn sie in der Umwelt landen. Es handelt sich dabei auch um eine große Menge zusätzlichen Plastikmüll. Schätzungsweise 1,56 Milliarden Gesichtsmasken gelangten im Jahr 2020 in die Ozeane, so die Meeresschutzorganisation Oceans Asia.

Die Masken bestehen zu einem Großteil aus Polypropylen, also aus Kunststoff, der sich in der Umwelt nicht zersetzt. Im Meer bleibt das Material über viele Jahrzehnte erhalten. Wenn es irgendwann zu Mikroplastik zerfällt und Umweltgifte aufnimmt, stellt es also wieder eine Gefahr für Meereslebewesen dar. Diese könnten die Partikel mit Nahrung verwechseln und sie schlucken.

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