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  • Treppensteigen macht glücklich: So positiv beeinflussen uns Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen oder der Weg zur Straßenbahn

Studie zeigt: Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen machen glücklich

  • Es könnte sich lohnen, öfter mal Treppen zu steigen oder einen Umweg auf dem Weg zum Supermarkt einzulegen.
  • Diese Alltagsaktivitäten machen glücklich und energiegeladen, wie deutsche Forscher herausgefunden haben.
  • Sie konnten zeigen: Bei den Aktivitäten werden wichtige Hirnregionen, die widerstandfähiger gegen psychische Erkrankungen machen, angesprochen.
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Karlsruhe. Eine neue Studie zeigt: Schon alltägliche Aktivitäten wie Treppensteigen, Spazierengehen und der Weg zur Straßenbahn machen glücklich und helfen, auch psychisch gesund zu bleiben. Schon das alltägliche Treppensteigen könne helfen, sich wach und energiegeladen zu fühlen, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Donnerstag mit. Besondere Relevanz hätten die Forschungsergebnisse gerade in der derzeitigen Situation mit Corona-Beschränkungen und dem bevorstehenden Winter.

Die starken Einschränkungen könnten sich auf das Wohlbefinden niederschlagen. Da könne es helfen, öfter mal Treppen zu steigen, um sich besser zu fühlen, empfehlen die Autoren der Studie, die aus einem Team von Forscherinnen und Forschern am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, am KIT und am Geoinformatischen Institut der Universität Heidelberg bestehen.

Hirnregion angesprochen, die vor psychischen Erkrankungen schützt

Die Untersuchungen wurden durch eine neuartige Kombination verschiedener Forschungsmethoden im Alltag und im Labor möglich. Eingesetzt wurden bei 67 Personen Alltagserhebungsverfahren mit Bewegungssensoren und Smartphone-Abfragen zum Wohlbefinden, die ausgelöst wurden, sobald sich die Studienteilnehmer bewegten.

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Kombiniert wurden diese Analysen bei einer weiteren Gruppe von 83 Personen mit Magnetresonanztomografie am ZI. Dadurch wurde herausgefunden, dass im Gehirn ein Bereich in der Großhirnrinde wesentlich für das Zusammenspiel von Alltagsbewegung und Wohlbefinden ist. Diese Hirnregion spiele eine zentrale Rolle bei der Regulation von Emotionen und der Widerstandsfähigkeit gegenüber psychiatrischen Erkrankungen.

Die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass vor allem bei Menschen, die anfällig für psychiatrische Erkrankungen sind, Bewegung im Alltag gut für das Wohlbefinden ist, so die Experten. Die aktuelle Studie ist in der Zeitschrift „Science Advances“ erschienen.

RND/epd

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