• Startseite
  • Wissen
  • Tierschützer sind entsetzt: Unbekannte kennzeichnen Eisbär mit schwarzer Farbe

Tierschützer sind entsetzt: Unbekannte kennzeichnen Eisbär mit schwarzer Farbe

  • In Russland wurde ein Eisbär gesichtet, auf dessen Fell in großen Buchstaben "T-34" geschrieben steht.
  • Wissenschaftler vermuten, dass das Tier für die merkwürdige Kennzeichnung betäubt wurde.
  • Durch die Kennzeichnung könnte das Jagdverhalten des Eisbären negativ beeinträchtigt werden.
Michèle Förster
|
Anzeige
Anzeige

In den sozialen Medien sorgt ein Video, das einen mit Graffiti besprühten Eisbären zeigt, für große Empörung. Der in Russland gefilmte Bär trägt die Aufschrift "T-34". Dabei handelt es sich um ein sowjetisches Panzermodell aus dem Zweiten Weltkrieg. Tierschützer befürchten, dass durch die Kennzeichnung die natürliche Tarnung des Eisbären nicht mehr möglich sei.

Eisbär wurde möglicherweise betäubt

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Wie die Zeitung "Siberian Times" berichtet, wurde das Video des besprühten Eisbären in einer Whatsapp-Gruppe der indigenen Bevölkerung Tschukotkas gepostet. Sergey Kavry, ein Mitarbeiter der World Wildlife Federation in Russland, veröffentlichte das Video schließlich auf Facebook.

Für Wissenschaftler steht fest: Die schwarze Farbe hätte nicht ohne Sedierung auf den Eisbären gesprüht werden können. Der Bär müsse unbeweglich gewesen sein, als er angesprüht wurde, weil die Buchstaben sehr gleichmäßig geschrieben sind, erklärt Biologe Anatoly Kochnev gegenüber der Zeitung. Die Folge der großflächigen Schrift könnte sein, dass das Tier zu schnell von seiner Beute erkannt wird und schließlich verhungert. Der Experte vermutet, dass es Wochen dauern könnte, bis die Markierung wieder abgewaschen ist.

Anzeige

Klimawandel treibt Eisbären in bewohnte Gebiete

Der Klimawandel macht auch vor den eisigen Regionen Russlands nicht Halt: Schon jetzt sind im Norden des Landes die Auswirkungen auf die Eisbären bemerkbar. Im Februar dieses Jahres wurde in der Region Novaya Zemlya bereits der Ausnahmezustand verhängt, weil dutzende Eisbären auf Nahrungssuche in die Wohngegenden der Inselgruppe vorgedrungen sind.

Anzeige

Für Kochnev ist es denkbar, dass die Einheimischen Maßnahmen wie die Betäubung oder Kennzeichnung ergriffen haben, um die Bären zu stoppen. "Es ist möglich, dass sie in diesem Winter dort Schritte unternommen haben", sagte er gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.