Teleskop raus: Großer Asteroid fliegt an der Erde vorbei

  • In der Nacht auf Sonntag könnten Amateur-Astronomen einen Asteroiden beim Passieren der Erde beobachten.
  • Der 370 Meter große Brocken fliegt an der Erde vorbei und stellt keine Gefahr für den Planeten dar.
  • Erst kürzlich war über Kiel ein Feuerball zu sehen, der in der Atmosphäre verglühte.
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Darmstadt. Himmelsgucker können in der Nacht auf Sonntag (gegen 1:54 Uhr unserer Zeit) einen vergleichsweise großen Asteroiden beim Passieren der Erde beobachten. Der 370 Meter große Brocken fliege mit einem Abstand von rund fünf Millionen Kilometern an der Erde vorbei und stelle keine Gefahr für den Planeten dar, sagte Detlef Koschny, Asteroiden-Experte bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa, am Freitag. "Spannend sind Asteroiden, die innerhalb der Mondbahn mit bis zu 400.000 Kilometern Abstand an der Erde vorbeifliegen", erklärte Koschny. Alles, was weiter weg sei, beobachte die Esa nicht.

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Der im Jahr 2000 entdeckte Körper "2000 QW7" stehe deshalb auch nicht auf der sogenannten Risikoliste der Raumfahrtagentur: "Auf der Liste sind nur die Asteroiden aufgeführt, die in den nächsten 100 Jahren theoretisch auf die Erde treffen könnten." Das sei bei "2000 QW7" definitiv nicht der Fall.

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Asteroid einer der größten der Risikoliste

Bemerkenswert sei allerdings die Größe des Asteroiden: Wäre er auf der derzeit 880 Asteroiden umfassenden Risikoliste, so würde er sich in puncto Größe in die Top 20 einsortieren. Amateur-Astronomen mit einem durchschnittlichen Teleskop können den Himmelskörper Koschny zufolge bei seinem Vorbeiflug sehen.

Den nächsten sogenannten Flyby des Asteroiden erwarten die Experten im Jahr 2068 - dann ist er mit einer Entfernung von 15 Millionen Kilometern allerdings noch sehr viel weiter von der Erde weg als an diesem Wochenende.

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"Feuerball" beunruhigt Menschen in Kiel

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Ein Knall mit einer leichten Druckwelle hat am am Donnerstagnachmittag viele Bürger in und um Kiel aufgeschreckt. Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, war es außer dem dumpfen Knall vor allem die leichte Druckwelle, die Menschen beunruhigte.

Die Aufklärung kam am späten Nachmittag von der Europäischen Weltraumorganisation via Twitter. Demnach hatten innerhalb kurzer Zeit mehr als einhundert Menschen auf der interaktiven Meldeplattform der International Meteor Organisation ihre Wahrnehmungen eingegeben. Laut ESA war es ein natürliches Objekt, dass in die Erdatmosphäre eintrat und danach am Himmel verglühte. Es könnte sich um einen Meteoriten oder Asteroiden handeln. Genauere Angaben sind erst möglich, wenn man Überreste gefunden hat.

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RND/dpa