Studie: Homeoffice bringt den Klimaschutz voran

  • Während der Coronavirus-Pandemie wurde zunehmend Arbeit nach Hause verlagert.
  • Das ist gut für die Umwelt: Einer Studie von Greenpeace zufolge könnten die gesparten Autofahrten zur Arbeitsstelle den CO₂-Ausstoß um mehr als 5 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.
  • Berechnungsgrundlage ist, dass zwei von fünf Arbeitnehmern an zwei Tagen pro Woche von zu Hause aus arbeiten.
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Berlin. Telefon und Videokonferenz statt tägliche Autofahrten ins Büro: Wenn mehr Menschen öfter im Homeoffice arbeiten, spart das einer Greenpeace-Studie zufolge ordentlich Treibhausgase. Der CO₂-Ausstoß im Verkehr könnte um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr sinken, wenn zwei von fünf Arbeitnehmern an zwei Tagen pro Woche von zu Hause aus arbeiten, ergab eine Studie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) im Auftrag der Umweltschutz-Organisation. Zum Vergleich: Im gesamten Verkehrsbereich in Deutschland entstanden im vergangenen Jahr 166 Millionen Tonnen CO₂.

Viel Arbeit ist von zu Hause aus möglich

"Die Corona-Monate haben gezeigt, dass sich viele Arbeiten problemlos von zu Haus erledigen lassen", erklärte Greenpeace-Sprecher Benjamin Stephan. "Bundesregierung und Unternehmen sollten die Arbeit im Homeoffice jetzt konsequent fördern, denn Telearbeit schützt das Klima, entlastet den Verkehr und schenkt Arbeitnehmenden Zeit und Flexibilität." Im Frühjahr hatten wegen der Corona-Pandemie sehr viel mehr Menschen von zu Hause aus gearbeitet als sonst.

Mit kleinen Schritten das Klimaziel erreichen

In der Studie geht es nur um den täglichen Pendelverkehr, nicht die Treibhausgase, die zusätzlich bei Dienstreisen entstehen. Als Grundlage diente der Datensatz "Mobilität in Deutschland" von 2017 des Bundesverkehrsministeriums.

Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen, seien auch kleine Schritte nötig, heißt es in der Studie - Telearbeit auszuweiten, sei eine Möglichkeit. Sie könne aber nur ein Teil der Lösung sein, denn sie komme überwiegend für gut ausgebildete und entsprechend gut verdienende Arbeitnehmer in Frage.

RND/dpa

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