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Wasser aus Nebel und Eis

Steigende Trockenheit: Fachleute regen „ungewöhnliche“ Wasserquellen als Lösung an

In Wassertanks wird in dem peruanischen Agrarprojekt Pampa Colorada Wasser gespeichert, das mit Hilfe von Nebelnetzen gewonnen wird und über Rohre hier hineinfließt. Mit Hilfe von hunderten Netzen fangen Bauern hier den oft herrschenden Nebel auf, um Wasser für die Landwirtschaft zu gewinnen.

New York. Expertinnen und Experten der Vereinten Nationen und anderer Einrichtungen plädieren für die Nutzung „ungewöhnlicher Wasserressourcen“, um der steigenden Trockenheit in einigen Erdregionen entgegenzuwirken. In einem neuen Buch nennen sie unter anderem die Gewinnung von Wasser aus Eisbergen oder Nebel. Gerade in Gegenden wie dem Nahen Osten und Nordafrika sei die Erschließung neuer Quellen wichtig, schreiben sie in dem Buch, das unter Mitarbeit der UN Universität sowie der UN-Agrarorganisation FAO entstanden ist.

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Jeder vierte Mensch sei mit Wasserknappheit etwa für Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Landwirtschaft konfrontiert, heißt es in einer Mitteilung. Das Buch nennt mehrere Möglichkeiten, mit denen zusätzliches Frischwasser gewonnen werden kann. Dazu gehört, Wasser aus der Atmosphäre zu gewinnen, vor allem aus Wolken und Nebel. So werden in Peru, Chile, Marokko und Südafrika schon teilweise seit mehr als 100 Jahren Netze eingesetzt, um Flüssigkeit aus feuchter Luft zu ernten.

Eis in heiße Regionen zu bringen ist Herausforderung

Der Direktor eines mit der UN Universität verbundenen Think Tanks zum Thema Wasser, Vladimir Smakhtin, sagte: „Da sich der Klimawandel verschlimmert und die Bevölkerung weltweit wächst, ist Wasserknappheit eine der größten Bedrohungen für die menschliche Entwicklung und Sicherheit, weshalb diese maßgebliche Analyse unkonventioneller Wasserressourcen sowohl zeitgemäß als auch wichtig ist“.

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Eine weitere Möglichkeit sehen die Experten in den Polarregionen: „Die mehr als 100.000 arktischen und antarktischen Eisberge, die jedes Jahr im Ozean schmelzen, enthalten mehr Süßwasser, als die Welt verbraucht“, hieß es. In Grönland und Kanada würden sie bereits für die Trinkwasserversorgung genutzt. Eine Herausforderung dabei sei, das Eis (beziehungsweise Wasser) in die trockenen und oft heißen Weltregionen zu bringen.

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Weitere Maßnahmen, die in dem Buch vorgeschlagen werden, sind die Entsalzung von Meerwasser sowie die bessere Gewinnung und Nutzung von Regenwasser. Auch die Erschließung neuer Frischwasserquellen und die verbesserte Wasserreinigung in vielen Entwicklungsländern werden als Möglichkeit gesehen, dem Bedarf an Süßwasser gerecht zu werden.

RND/dpa

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