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Spendenkonten in der Übersicht

Krieg in der Ukraine: Wie Sie für die Menschen spenden können

Zahlreiche Menschen suchen in einer U-Bahn-Station in Kiew Schutz vor den Angriffen.

In Deutschland verfolgen zahlreiche Menschen den Krieg in der Ukraine in den Nachrichten und bangen mit den Ukrainerinnen und Ukrainern. Vielen fühlen sich machtlos und möchten gerne helfen. Aber wie?

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Welche Hilfsorganisationen bereits zu Spenden aufgerufen haben, wie diese das Geld vor Ort einsetzen möchten und wie Sie sonst noch helfen können, lesen Sie hier. Die genannten Hilfsorganisationen sind nur ein Teil derer, die Spendenkonten für die Ukraine eröffnet haben.

Aktion Deutschland Hilft

Aktion Deutschland Hilft ist ein Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, darunter die Johanniter oder auch Malteser. Das Bündnis ruft zu Spenden für die Betroffenen des Krieges auf. Helferinnen und Helfer aus den Bündnisorganisationen stünden bereit, teilte das Bündnis am Donnerstag in Bonn mit. Der Großteil der Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft ist durch eigene Länderbüros und lokale Partner bereits seit Jahren in der Ukraine mit Hilfsprogrammen vertreten.

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So auch Hilfsorganisationen wie etwa der Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser International, die Johanniter und Care. Diese stünden bereits mit ihren Länderbüros oder Partnernetzwerken im Austausch. Die humanitäre Lage werde sondiert und mögliche Nothilfeeinsätze in der Ukraine und auch in den Nachbarländern geplant. Dem Medikamentenhilfswerk Action Medeor lägen bereits Hilfeersuche von ukrainischen Krankenhäusern vor, die um Unterstützung bei der Versorgung von verletzten Soldaten und Zivilisten bitten, hieß es weiter. Das Hilfswerk habe bereits damit begonnen, erste Lieferungen für medizinische Einrichtungen in der Ukraine zusammenzustellen. Nothilfeteams von World Vision stünden bereit, um bei Bedarf Binnenflüchtlingen zu helfen.

Spenden:

  • Spendenstichwort: Nothilfe Ukraine
  • IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
  • BIC: BFSWDE33XXX
  • Spendenhotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft ebenfalls online auf, für Betroffene zu spenden. Die Hilfe stehe mit ihren Partnern und Netzwerken im engen Austausch, um Soforthilfe vorzubereiten. 500.000 Euro wolle diese bereits zur Verfügung stellen, hieß es. „Den Preis für diesen Krieg werden die Menschen zahlen, die vollkommen unverschuldet ihre Sicherheit und ihr Zuhause verlieren werden“, erklärte die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin. Sobald klarer werde, wohin die Menschen in ihrer Not fliehen, werde man alles tun, um ihr Überleben zu sichern, sagte Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

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Spenden:

  • Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
  • Evangelische Bank
  • IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
  • BIC: GENODEF1EK1
  • Stichwort: Ukraine-Krise

Caritas international

Die Caritas habe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesen Kriegsfall bereits vorbereitet. Nicht nur in der Ostukraine, sondern auch in anderen Teilen des Landes plane man, Binnenvertriebene aufnehmen und zu versorgen, teilte die Caritas am Donnerstag mit. Dazu werden laut dem Hilfswerk Feldküchen, Notunterkünfte sowie psychologische Unterstützung bereitgestellt. Doch die Lage sei auch für sie weiterhin unübersichtlich. Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, betonte, jetzt gehe es darum, alles zu tun, um eine drohende humanitäre Katastrophe in der Ukraine zu verhindern.

Die Spendengelder gingen an die Partnerorganisation, die Caritas Ukraine, die vor Ort die Hilfen koordiniere. Dadurch werden nach eigenen Angaben Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, Heizmaterial und medizinische Hilfen beschafft und verteilt.

Spenden können Sie online unter diesem Link.

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Save the Children

Wer speziell Kindern in der Ukraine helfen möchte, kann an die Kinderhilfsorganisation Save the Children spenden. „Im Falle eines Krieges sind Kinder immer Opfer und zahlen den höchsten Preis“, heißt es von der Organisation. Allein in der Ostukraine hätten seit Montag mindestens 100.000 Kinder mit ihren Familien aus ihrem Zuhause fliehen müssen. Save the Children sei bereits seit Beginn des Konflikts im Jahr 2014 in der Ostukraine aktiv, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Dafür seien Expertenteams vor Ort im Einsatz, die Nahrungsmittel, medizinische Hilfe, Decken oder auch Hygieneartikel bereitstellten. Angesichts der aktuellen Lage wolle man die Hilfe in der Region ausweiten.

Spenden können Sie online unter diesem Link.

Eine Mutter wartet mit ihrem Kind in Donezk, Ukraine. Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Save the Children sind nach der jüngsten Eskalation des Konflikts mindestens 7,5 Millionen Mädchen und Jungen in Gefahr, körperlich oder seelisch verletzt zu werden.

Eine Mutter wartet mit ihrem Kind in Donezk, Ukraine. Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Save the Children sind nach der jüngsten Eskalation des Konflikts mindestens 7,5 Millionen Mädchen und Jungen in Gefahr, körperlich oder seelisch verletzt zu werden.

SOS-Kinderdörfer

Die Hilfsorganisation der SOS-Kinderdörfer hat ebenfalls ein Team vor Ort in der Ukraine. Dieses habe bereits mit Evakuierungsmaßnahmen der Kinder und dessen Pflegeeltern begonnen. Einige fanden während der Beschüsse in einem Luftschutzbunker Zuflucht, so die Organisation.

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Derzeit bereitete die Organisation Nothilfe für bis zu 15.000 Menschen vor. Spenden ermöglichten dann den Transport der Betroffenen in sichere Gebiete, ihre Unterbringung in angemieteten Unterkünften, ihre Versorgung mit Lebensmitteln, Decken, Hygieneartikeln, medizinische Hilfe sowie psychosoziale Unterstützung nach Stress und Schock.

Spenden:

  • Spendenkonto: SOS-Kinderdörfer weltweit
  • IBAN: DE22 4306 0967 2222 2000 00 (GLS Gemeinschaftsbank)
  • Stichwort: „Humanitäre Hilfe Ukraine“

Mission Lifeline – Seenotrettung

Die Seenotrettung hat sich laut eigenen Angaben dazu entschlossen, einen kleinen Konvoi an die slowakisch-ukrainische Grenze zu entsenden. Damit will sie Menschen unterstützen, die aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland fliehen wollen.

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Spenden:

  • Spendenkonto: Mission Lifeline e. V.
  • IBAN: DE56 4306 0967 1234 0600 00 (GLS Gemeinschaftsbank)
  • Oder direkt online via Paypal, Klarna, Lastschrift oder Kreditkarte unter diesem Link

Arbeiterwohlfahrt (AWO)

Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat zur Spende aufgerufen. „Wir sind tief bestürzt über die eskalierende Gewalt und Kriegshandlungen in der Ukraine und die absehbaren verheerenden humanitären Folgen“, heißt es in dem Aufruf. Derzeit prüfe die AWO gemeinsam mit der Volkshilfe Österreich und einer „langjährigen ukrainischen Partnerorganisation“, wie sie vor Ort Nothilfe leisten könne.

Spenden:

  • Spendenkonto: AWO International
  • IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00 (Bank für Sozialwirtschaft)
  • Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine

UNO-Flüchtlingshilfe

Der UNO-Flüchtlingshilfe, die deutscher Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNCHR) ist, hat nach eigenen Angaben bereits Hilfsgüter wie Decken und Matratzen an Bedürftige in der Ukraine verteilt. „Die Menschen in der Ukraine sehen sich einer humanitären Katastrophe mitten in Europa gegenüber“, heißt es in dem Spendenaufruf. Die Helferinnen und Helfer des UNHCR würden die Menschen vor Ort unterstützen.

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Spenden:

  • UNO-Flüchtlingshilfe
  • Sparkasse KölnBonn
  • IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
  • Stichwort: Nothilfe Ukraine

Wo kann ich Spenden abgeben für die Ukraine?

Eine weitere Möglichkeit, den Geflüchteten zu helfen, sind neben Geld- auch Sachspenden. In nahezu allen größeren Städten gibt es Sammelaktionen, die Hilfsgüter für die Ukrainerinnen und Ukrainer annehmen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat dafür eine Liste mit Hilfswerken veröffentlicht, die Betroffene in der Ukraine sowie vor der Gewalt geflüchtete Menschen unterstützen. Alle genannten Organisationen tragen als Zeichen besonderer Förderungswürdigkeit das DZI Spenden-Siegel.

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Generell betont das DZI, dass Geldspenden flexibler und effizienter eingesetzt werden können, daher sollten Sachspenden wirklich nur dort abgegeben werden, wo explizit drum gebeten wird. Wer Geld spenden möchte, den bittet das DZI aus dem selben Grund, auf ausdrückliche Zweckbindung zu verzichten. Nur so können die Spendengelder dort eingesetzt werden, wo sie gerade am nötigsten gebraucht werden.

Wie weiß ich, ob die Spendensammler seriös sind?

Um unseriöse Spendensammler zu umgehen, sollten Sie sich dringend vor der Spende informieren. Misstrauen ist laut DZI zum Beispiel angebracht, wenn Spendenaufrufe viele Emotionen wecken, aber wenige Informationen über die konkret geplanten Hilfsmaßnahmen bieten. Ein erhöhte Aufmerksamkeit ist laut DZI vor allem bei Spendenaufrufen im Internet und in sozialen Netzwerken geboten.

Gute Anlaufstellen für Sachspenden sind laut DZI neben etwaige Sammelstellen der örtlichen Wohlfahrtsverbände wie die Caritas auch lokale Sammlungen vor allem von Ukraine-Initiativen. Hier sollte abgeklärt werden, ob sie über die notwendige Logistik zum Transport der Sachspenden verfügen und sie Kontakte sowie Ortskenntnisse in der Ukraine haben. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Sachspenden ihr Ziel auch erreichen.

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Welche Sachspenden kann ich für die Ukraine spenden?

Für viele Menschen scheint es momentan nicht genug, „nur“ Geld zu überweisen. Viele Verbände nehmen jedoch aufgrund von logistischen Herausforderungen derzeit keine Sachspenden mehr an. „Sachspenden können erst dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn wir wissen, wie viele Menschen wo sind und was sie benötigen“, schreibt zum Beispiel der Caritas-Verband. Erkundigen Sie sich daher unbedingt, ob (noch) Sachspenden angenommen werden können. Wenn ja, werden folgende Dinge derzeit besonders gebraucht:

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  • Erste-Hilfe-Kästen
  • Verbandsmaterial
  • Desinfektionsmittel
  • Medikamente
  • Babynahrung wie Trockenmilch oder Brei
  • Windeln
  • Hygieneprodukte wie Tampons und Binden
  • Artikel zur Körperpflege wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Shampoo oder Seife
  • Haltbare Lebensmittel wie Konserven, Energieriegel, Nüsse oder Trockenfrüchte
  • Schlafsäcke, Decken und Kopfkissen

Der Bedarf ändert sich ununterbrochen und es kann sein, dass Ihre Spende trotz Spendenaufrufs abgewiesen wird. Sehen Sie davon ab, Altkleider oder andere ausrangierte Sachen abzugeben. Damit wird derzeit niemandem geholfen und solche Sachspenden verursachen unnötige Kapazitäten.

Wie kann ich Geflüchteten eine Unterkunft anbieten?

Inzwischen haben sich einige Initiativen gebildet, über die Menschen Schlafplätze für Geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer anbieten können. Darunter befindet sich unter anderem eine Hilfsaktion von der digitalen Finanzplattform Elinor, GLS Bank, der ökologischen Suchmaschine Ecosia und der Spendenplattform Betterplace. Der Schlafplatz sollte mindestens für zwei Wochen zur Verfügung stehen. Bevor ein Schlafplatz in Anspruch genommen wird, werden die Helfenden kontaktiert, um die Verfügbarkeit zu klären.

Was kann ich sonst noch tun?

Derzeit löst eine Meldung zur Situation in der Ukraine die nächste ab. Darunter sind auch einige Falschmeldungen. Informieren Sie sich daher bei seriösen Quellen, um falsche Nachrichten zu der Lage nicht weiterzuverbreiten. Außerdem sind Demonstrationen und Kundgebungen eine Möglichkeit, Anteilnahme zu zeigen. Dazu wird meist in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgerufen. Bereits am Donnerstag sind zahlreiche Menschen in Köln, Berlin oder auch Hamburg auf die Straße gegangen.

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Doch wichtig ist derzeit auch, sich selbst zu schützen. Einige Menschen reagieren sehr sensibel auf die Informationsflut und die Bilder aus der Ukraine. Für diese Menschen kann es daher ratsam sein, zum eigenen Schutz auch mal etwas Abstand zum Geschehen zu nehmen.

RND mit epd

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