SpaceX-Flug: „Resilienz“ ist zur ISS gestartet

  • Am Sonntagabend ist der erste Flug einer SpaceX-Raumkapsel zur ISS gestartet.
  • Eine Astronautin und drei Astronauten traten vom Kennedy-Weltraumzentrum in Florida ihre 27,5 stündige Reise an.
  • Bis zum Frühjahr will die Besatzung auf der ISS bleiben.
1:06 min
Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX hat vier Astronauten zur Internationalen Raumstation geschickt. Die neu entwickelte Raumkapsel "Crew Dragon" startete in der Nacht zum Montag an der Spitze einer Falcon-9-Rakete.  © Reuters
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Cape Canaveral. Der erste reguläre Flug einer SpaceX-Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS ist gestartet. Drei Monate nach dem ersten Testflug hob das Raumschiff am Sonntagabend (Ortszeit) vom Kennedy-Weltraumzentrum im US-Staat Florida ab. An Bord waren eine Astronautin und drei Astronauten aus den USA und Japan.

SpaceX: ISS-Ankunft am Montagabend erwartet

Mit dem Flug übernimmt das Privatunternehmen SpaceX den Transport von Stammbesatzungen zur ISS. Wegen rauer See war der Start um einen Tag verschoben worden, damit ein SpaceX-Spezialfahrzeug zur Aufnahme der wiederverwendbaren Raketenstartstufe rechtzeitig seine Position im Atlantik erreichen konnte.

„Das war eine Wahnsinnsfahrt“, sagte der Kommandeur, Mike Hopkins, nachdem die Raumkapsel die Umlaufbahn erreicht hat. In der Kommandozentrale von SpaceX in Hawthorne (US-Staat Kalifornien) brachen Jubel und Applaus aus, nachdem die Raketenstartstufe auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik landete. Der Flug dauert 27,5 Stunden und ist vollständig automatisiert. Die Besatzung kann aber einschreiten, wenn nötig. Sie sollte am Montagabend ankommen und bis zum Frühjahr auf der ISS bleiben.

Start fand ohne SpaceX-Gründer Elon Musk statt

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US-Vizepräsident Mike Pence reiste aus Washington an, um den Start zu beobachten. „Ich habe bis etwa eine Minute nach dem Start nicht geatmet“, sagte Pence, und gratulierte den Mitarbeitern des Unternehmens. SpaceX-Gründer Elon Musk musste zu Hause bleiben, weil er sich nach eigenen Angaben wahrscheinlich mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Die drei Männer und eine Frau hatten ihre Kapsel „Resilienz“ genannt, mit einem Verweis nicht nur auf die Herausforderungen durch die Pandemie, sondern auch ethnische Ungleichheit und umstrittene Politik in den USA. Die Besatzung besteht neben Hopkins aus der Physikerin Shannon Walker, dem Navy-Kommandeur Victor Glover, der als erster schwarzer Astronaut für eine langfristige Mission auf der ISS sein wird, und dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi, der als erste Person in beinahe 40 Jahren in drei verschiedenen Raumschifftypen abgehoben hat.

RND/AP

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