Space-X-Panne: Elon Musks Rakete landet im Meer

  • Eine Rakete von Elon Musks Raumfahrtunternehmen Space X ist bei der Rückkehr aus dem Weltraum ins Meer gestürzt.
  • Die Raketenstufe sollte eigentlich auf einer Plattform im Meer landen, verfehlte diese jedoch knapp.
  • SpaceX will zukünftig rund 42.000 Satelliten mit unbemannten Raketen ins All befördern.
David Sander
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Hannover/Cape Canaveral. Elon Musk ist nicht nur Chef des Elektro-Autobauers Tesla, sondern auch von dem privaten Raumfahrtunternehmen Space X. Erst im Januar 2020 wurde über eine Rakete des Unternehmens berichtet, die kurz nach dem Start explodierte und abstürzte. Doch das war geplant – Space X simulierte einen Notfall, um das Rettungssystem seiner Dragon-Kapsel zu testen, bevor auch Astronauten an Bord gehen.

Der aktuelle Absturz war jedoch nicht geplant – eine wiederverwendbare, unbemannte Rakete vom Typ Falcon 9 sollte nach einer Mission auf einer Plattform im Atlantik vor dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral landen. Die Raketenstufe stürzte jedoch unmittelbar neben der Plattform ins Meer. Laut der ”Welt” bestätigte dies eine Sprecherin der Raumfahrtfirma Space X. Aufnahmen zeigen nur Rauch und ein paar Wasserspritzer.

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Space X-Mission trotzdem erfolgreich

Die Mission war aber trotzdem erfolgreich, denn die Rakete hatte zuvor die vierte Ladung von jeweils 60 Satelliten ins All gebracht. Damit Raumfahrtmissionen künftig deutlich kostengünstiger werden, will Space X-Chef Musk die Trägerraketen wiederverwenden – die abgestürzte Raketenstufe war bereits zum vierten Mal im Einsatz. Ähnliche Landemanöver liefen bislang 49 Mal erfolgreich ab. Warum die Landung dieses Mal missglückte, ist bisher noch unklar.

Starlink mit bis zu 42.000 Satelliten

Die 240 Satelliten sind nur der Anfang – Space X will weitere Satelliten ins All befördern. So plant das Unternehmen ein weltumspannendes Satellitennetzwerk namens Starlink. Es soll nahezu überall auf der Welt Hochgeschwindigkeitsinternet zur Verfügung stellen. Dafür könnten zukünftig rund 42.000 Satelliten sorgen.

Wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtet, ist dieses Geschäftsfeld jedoch hart umkämpft. Auch das britische Start-up Oneweb oder das Projekt Kuiper von Amazon-Gründer Jeff Bezos sollen ähnliche Satellitenkonstellationen planen. Zudem haben Wissenschaftler Sicherheitsbedenken – die Gefahr von Satellitenzusammenstößen und damit auch Weltraummüll könnte rapide ansteigen.

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