So löschen Sie einen Brand in der Wohnung

  • Immer wieder kommt es zu unvorhersehbaren Wohnungsbränden.
  • Besonders in der Weihnachtszeit nimmt die Zahl der Brände stark zu.
  • Mit Schaum- und Wasserlöschern kann jeder seine Wohnung sicherer machen.
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Hannover. Es ist ein Horrorszenario, das alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit in den Schlagzeilen auftaucht. Irgendwo hat ein Adventskranz Feuer gefangen, und in der Folge ist dann ein ganzes Haus abgebrannt. Schlimmer noch als die Sachschäden sind die menschlichen Schicksalsschläge, die mit solchen Unglücken einhergehen.

Wie schnell die Flammen etwa vom Adventskranz auf Möbel und Textilien übergreifen, hat sich auch am Prüfstand der Stiftung Warentest gezeigt. Doch welche Arten von Löschgeräten eignen sich, um kleine Wohnungsbrände im Keim zu ersticken? Die Prüfer haben elf Produkte aus den Bereichen Schaumlöscher, Wasserlöscher, Löschspray, Pulverlöscher und Löschdecke auf ihre Tauglichkeit geprüft. Dafür wurden Adventskränze, Speiseöl und Kabeltrommeln in Brand gesetzt.

Mit Schaum- und Wasserlöschern auf Nummer sicher gehen

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So viel vorab: Als besonders praktisch erwiesen sich die Löschsprays mit 0,6 Litern Inhalt von Abus und Prymos. Mit ihnen ließen sich sämtliche Testbrände in etwas mehr als 20 Sekunden löschen. Nur Schaum- und Wasserlöscher mit 6 Liter Inhalt machen das Zuhause noch sicherer, liegen allerdings preislich (55 bis 85 Euro) deutlich über den Löschsprays (knapp 25 Euro). Binnen maximal zwölf Sekunden waren mit ihnen sämtliche Testbrände gelöscht, die Sprays schafften es immerhin in höchstens 26 Sekunden. Ein wichtiger Tipp der Tester an dieser Stelle: Mit 500 Gramm Löschspray stößt man schnell an Grenzen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, setzt auf Schaum- und Wasserlöscher mit sechs Litern Inhalt.

Besser die Finger lassen sollte man laut Testern von Pulverlöschern und Löschdecken. Der Haken bei den Löschdecken: Zwar ließ sich das Ausbreiten der Flammen mit ihnen schnell unterdrücken, allerdings ging das Feuer nicht sofort aus, kritisierten die Tester. Ein weiteres Problem: Wer mit Löschdecke löscht, muss gefährlich nah an den Brandherd heran. Vom Löschen brennender Gardinen mit der Decke sahen die Tester daher ab. Ihr Gesamturteil in Sachen Löschdecken: Nicht für Laien zu empfehlen! Auch die Pulverlöscher, als günstigere Alternative zu Schaumlöschern beliebt, erfordern etwas mehr Geschicklichkeit: So stufen die Tester sie nur als bedingt einsatztauglich für den Wohnraum ein, denn schon bei einem kurzen Hebeldruck füllt sich ein geschlossener Raum in kürzester Zeit mit einer enormen Pulverwolke. Als Folge ist die Sicht extrem eingeschränkt, das kann gefährliche Folgen haben. Zudem setzt sich das Pulver in Fugen und Ritzen, was zu zusätzlichen Folgekosten führen kann.

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Wohnungsbrand: Löschmittel griffbereit aufbewahren

Ein naheliegender, aber grundsätzlicher und entscheidender Hinweis der Tester betrifft den Aufbewahrungsort des Löschmittels: Das sollte sich nicht irgendwo in den Untiefen des heimischen Kellers befinden, sondern griffbereit an einer zentralen Stelle aufbewahrt werden – auch wenn es vielleicht einen nicht ganz so hübschen Anblick bietet. Der Gang in den Keller kann im Ernstfall wertvolle Sekunden kosten. Grundsätzlich gilt: Keine Angst vor der Bedienung! Sämtliche Testgeräte waren gut und leicht verständlich beschriftet und konnten schnell zum Einsatz gebracht werden.

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Auf test.de gibt es den kompletten Bericht (kostenpflichtig).

Von RND

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