Seltener Gast: Riesenhai in Dänemark gesichtet

  • In der dänischen Nordsee bot sich Arbeitern einer Bohrinsel ein seltener Anblick.
  • Ein Riesenhai schwamm direkt unter ihnen.
  • Er ist der zweitgrößte Fisch der Welt - und in der Nordsee verbreitet.
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Kopenhagen. Die Arbeiter auf der Bohrplattform Syd Arne in der dänischen Nordsee, staunten nicht schlecht: Sie haben einen Riesenhai vor der in dänischen Gewässern liegenden Plattform Syd Arne entdeckt, rund 240 Kilometer westlich von Esbjerg. Das Tier wurde auf eine Länge von acht Metern geschätzt.

Video: Riesenhai in der Nordsee gesichtet

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Meeresbiologe: "Ich bin fast vom Stuhl gefallen"

„Ich wäre fast vom Stuhl gefallen, als ich das Video gesehen habe“, sagte der Meeresbiologe Jens Peder Jeppesen dem Fernsehsender TV2. Er habe noch nie einen Riesenhai von dieser Größe in Gewässern Dänemarks gesehen. Die Aufnahme entstand demnach bereits am Sonntag.

Die Nordsee gehört zum Verbreitungsgebiet des Riesenhais (Cetorhinus maximus). Allerdings wird er dort nicht sehr häufig gesichtet. Er ist der zweitgrößte Fisch der Erde nach dem Walhai und wird in der Regel sechs bis neun Meter lang. Er gilt laut Naturschutzunion IUCN als gefährdet.

Riesenhaie verfügen über ein riesiges Maul, mit dem sie Plankton aus dem Wasser filtern. Auch wenn er furchteinflößend aussieht: Für den Menschen ist der Riesenhai ungefährlich. "Wenn ich dort gewesen wäre, wäre ich ins Wasser gesprungen. Und hätte dort geschnorchelt", sagt Jeppesen.

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RND/dpa