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Schnecken im Garten: Das hilft gegen die Vielfraße

  • Wer Schnecken dauerhaft und umweltfreundlich aus seinem Garten entfernen will, braucht vor allem Geduld.
  • Weil die schleimigen Tiere viel Feuchtigkeit brauchen, ist Trockenheit ihr größter Feind.
  • Nicht alle Schneckenarten richten Schäden im Garten an: Vor allem die meisten Schnecken mit Gehäuse sind harmlos für die Pflanzen.
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Wenn es feucht und dunkel ist, kriechen die Schnecken aus den Erdlöchern und bedienen sich an den Gartenpflanzen, besonders gern am knackigen Salat – ein Ärger für jeden Gärtner. Wer die schleimigen Tiere dauerhaft und umweltfreundlich aus seinem Garten entfernen will, braucht vor allem eins: Geduld.

Es ist gut zu wissen, dass längst nicht alle Schneckenarten Schäden im Garten anrichten. Vor allem die meisten Schnecken mit Gehäuse sind harmlos für die Gartenpflanzen. Unter Naturschutz steht die große Weinbergschnecke. Sie ist sogar nützlich für die Gärtner, denn sie frisst die Eigelege der schädlicheren Nacktschnecken.

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Um Schnecken vom Garten fern zu halten, sind die Beschaffenheiten des Bodens wichtig. Er sollte feinkrümelig sein, damit er keine Hohlräume bietet, in denen die Schnecken sich verkriechen und ihre Eier ablegen können. Ab Herbst sollte der Boden deshalb nicht mehr umgegraben werden. Mit Sand oder Kompost kann der Boden verbessert werden. So können lehmige Böden langfristig feinkrümeliger werden. Dann haben die Schnecken dort keine idealen Lebensbedingungen mehr.

Trockenheit ist der größte Feind der Schnecken

Der NABU empfiehlt, das Gebiet um besonders von Schnecken gefährdeten Pflanzen trocken zu halten, denn die Tierchen brauchen viel Feuchtigkeit. Die Trockenheit ist ihr größter Feind – das heißt, den Boden möglichst offen halten und nicht oder nur dünn mulchen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann um die Beete eine Schicht aus Sägemehl und Kalk streuen. Schnecken meiden raue Oberflächen und Kalk verätzt ihre Sohlen. Der Nachteil ist, dass die Schicht regelmäßig erneuert werden muss, damit sie die Schnecken langfristig von den Beeten fernhält. Im Fachhandel gibt es außerdem spezielle Schnecken-Zäune, die die Tiere nicht überklettern können.

Natürliche Feinde von Schnecken, zum Beispiel Igel, Blindschleichen und Kröten, fühlen sich in einem naturnah gestalteten Garten wohl. Wer diesen Tieren in seinem Garten ein Zuhause bieten möchte, kann zusätzliche Verstecke aufbauen, zum Beispiel Haufen aus Altholz. Wer viele Schnecken und viel Geduld hat, kann die Tiere regelmäßig absammeln. Als Köder eignen sich große Salat- oder Rhabarber-Blätter. Sie dienen als Versteck für die Schnecken. Dort kann man sie täglich sammeln und weit weg vom heimischen Garten wieder aussetzen.

Schnecken sorgen für einen gesunden Garten

Schnecken bereiten den Gartenliebhabern viel Ärger, sie sind für den Garten aber wichtig. Schnecken fressen tote Tiere und verwesende Pflanzenteile und halten somit den Garten gesund. Außerdem zersetzen sie Pflanzenteile und bilden dadurch auch den wertvollen Humus.

RND/mas

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