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Satellitendaten zeigen: Abholzungen im Amazonasregenwald nehmen wieder zu

  • Die Abholzung im Amazonasregenwald hat wieder zugenommen.
  • Satellitendaten des Deter-Überwachungssystems haben im April 43 Prozent mehr gerodete Flächen verzeichnet.
  • Mitschuld trägt auch die brasilianische Regierung um Bolsonaro, die die illegalen Abholzungen seit Jahren duldet.
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Im Amazonas in Brasilien sind im April wieder 581 Quadratkilometer Regenwald gerodet worden. Das sind 43 Prozent mehr als im April 2020 und auch mehr als im April in den drei Jahren zuvor, wie aus vorläufigen Daten des Deter-Überwachungssystems vom Freitag hervorgeht. Es nutzt Satellitendaten, um die Abholzung im Regenwald zu dokumentieren.

Gerodete Fläche vermutlich noch größer

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro war international scharf kritisiert worden, weil er sich für die Interessen der Industrie im Amazonas stark gemacht und den Schutz des Regenwaldes hintangestellt hatte. In den zwölf Monaten von Mitte 2019 bis Mitte 2020 wurde so viel gerodet wie seit mehr als zehn Jahren nicht.

Seitdem sind die Zahlen wieder runtergegangen und Bolsonaro versprach beim von den USA initiierten Klimagipfel vor gut zwei Wochen mehr Schutz für den Amazonasregenwald. Aber schon im März, und nun auch im April zeigte sich wieder ein Trend nach oben. Zusätzlich war die Wolkendecke im April so dicht wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen, wodurch möglicherweise gar nicht alle gerodeten Flächen ersichtlich sind.

Die Zahlen zeigten, dass die Regierung Bolsonaro nichts tue, um das Problem unter Kontrolle zu bringen, erklärte das Climate Observatory, ein Dachverband von Umweltschutzorganisationen.

RND/AP

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