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RNA-Impfstoffe gegen Corona: Präzise, aber langwierig in der Entwicklung

  • Inzwischen sind viele Projekte angelaufen, die an einem Impfstoff gegen das Coronavirus tüfteln.
  • Einer davon ist der RNA-Impfstoff.
  • Die Entwicklung dauert zwar lange, dafür kann der Impfstoff auf mehrere Stämme des Virus ausgerichtet werden.
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Das Coronavirus breitet sich weltweit immer stärker aus. Um es einzudämmen, läuft die Suche nach einem effektiven Impfstoff auf Hochtouren. Binnen kürzester Zeit sind laut dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) bis jetzt mindestens 101 Impfstoffprojekte angelaufen. Eines davon ist ein sogenannter RNA-Impfstoff, der im Kampf gegen Covid-19 das erste Mal klinisch getestet wird.

Hoffnung für die Pandemiebekämpfung

RNA-Impfstoffe bestehen laut dem Science Media Centre nicht aus Viruspartikeln, sondern aus der sogenannten Messenger-RNA (mRNA). Diese wird im Labor synthetisiert und enthält eine präzise Bauanleitung für erregerspezifische Antigene, also die für den jeweiligen Erreger typischen Eiweißstoffe, die für die Immunität verantwortlich sind.

Für die eigentliche Impfung wird diese mRNA zunächst in Nanopartikel verpackt. Diese Partikel werden dann beispielsweise in einen Muskel gespritzt, wo sie aufgenommen und als Kopiervorlage für die Synthese der ausgewählten Virusantigene dient.

Besonders für die Pandemiebekämpfung wird auf RNA-Impfstoffe große Hoffnung gesetzt. Denn diese können im Vergleich zu konventionellen Impfstoffen schneller und in größeren Mengen hergestellt werden. Zurzeit wollen laut WHO-Liste elf Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen RNA-Impfstoffe gegen das Pandemie-Virus Sars-CoV-2 entwickeln.

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Bis zur Zulassung könnte Virus mutieren

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Der Vorteil von RNA-Impfungen ist, dass sie im Vergleich zu der Methode mit abgeschwächten Viren unschädlich sind. Außerdem könnten RNA-Impfstoffe potenziell auf mehrere Stämme eines Virus ausgerichtet werden, so könnte die Gefahr einer Virusmutation mit berücksichtigt werden.

Das Problem an dem Verfahren ist allerdings, dass die RNA in die Zielzelle gelangen muss. Da die RNA-Struktur sehr instabil ist, könnte der Transport schwierig werden. Da sehr viele Versuchstests für den Impfstoff nötig sind, kann es außerdem einige Zeit dauern, bis der Impfstoff zur Verfügung steht. Eine Gefahr ist, dass das Coronavirus bis dahin zu stark mutiert ist.

RND/tmo



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