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Rasantes Vogelsterben: In Nordamerika sind fast drei Milliarden Vögel verschwunden

  • In den USA und Kanada ist die gesamte Vogelpopulation in den vergangenen fünfzig Jahren um rund ein Drittel zurückgegangen
  • Vor allem Spatzen, Finken und Schwalben sind verschwunden.
  • Eine Veränderung, die sich auch drastisch auf die Nahrungskette und das Ökosystem auswirkt.
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Washington. Binnen weniger Jahrzehnte ist der Vogelbestand Nordamerikas einer Studie zufolge um fast drei Milliarden Vögel geschrumpft. Die Populationen in den USA und Kanada seien seit 1970 um insgesamt 29 Prozent zurückgegangen, berichten Forscher im Fachmagazin "Science". Mehr als 90 Prozent des Rückgangs entfallen demnach auf zwölf Vogelgruppen wie Spatzen, Finken und Schwalben. Die weit verbreiteten und auch bei uns bekannten Vögel beeinflussen die Nahrungskette und das Ökosystem enorm, beispielsweise in dem sie Samen verteilen oder Schädlinge fressen.

Den Forschern um Ken Rosenberg von der Cornell University zufolge ist die Natur Nordamerikas inzwischen sehr stark durch menschliche Eingriffe beeinflusst. Die Verluste bei Vogelbeständen weltweit lassen demnach darauf schließen, dass kleiner werdende Lebensräume und die Intensivierung der Landwirtschaft zu den Hauptursachen des Schwunds gehören.

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Forscher in Bayern hatten kürzlich vor einem dramatischen Schwund an Brutpaaren hierzulande gewarnt: Binnen 30 Jahren sank die Zahl der Vogelbrutpaare am Bodensee um ein Viertel, wie eine in der Fachzeitschrift "Vogelwelt" vorgestellte Studie ergab. 1980 lebten demnach an dem See rund 465.000 Brutpaare, 2012 nur noch 345.000. Einst häufige Arten wie Haussperling, Amsel oder Star seien besonders stark zurückgegangen. Als eine wesentliche Ursache wurde das Insektensterben vermutet. Auch in anderen Regionen Deutschlands sind die Bestandszahlen vieler Arten demnach eingebrochen. Die Entwicklung spiegele einen europaweiten Abwärtstrend wider.

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RND/dpa