Renommierte Auszeichnung

Physik-Nobelpreis geht an drei Quantenforscher aus Frankreich, USA und Österreich

Ein Aufsteller in Form der prestigeträchtigen Nobelmedaille weist vor dem Nobelpreismuseum in der Altstadt Gamla Stan auf die Tage der Nobelpreis-Bekanntgaben hin.

Ein Aufsteller in Form der prestigeträchtigen Nobelmedaille weist vor dem Nobelpreismuseum in der Altstadt Gamla Stan auf die Tage der Nobelpreis-Bekanntgaben hin.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Franzosen Alain Aspect, den US-Amerikaner John F. Clauser und den Österreicher Anton Zeilinger für Forschung auf dem Gebiet der Quantenphysik. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

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Die Forscher hätten bahnbrechende Experimente mit verschränkten Quantenzuständen durchgeführt, bei denen sich zwei Teilchen wie eine Einheit verhalten, auch wenn sie getrennt sind. Die Ergebnisse hätten den Weg geebnet für neue, auf Quanteninformation basierende Technologien. Die bedeutendste Auszeichnung für Physiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zehn Millionen Kronen (rund 920.000 Euro) dotiert.

Der Generalsekretär der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften Hans Ellegren (Mitte), Eva Olsson (links) und Thors Hans Hansson, Mitglieder des Nobelkomitees für Physik, geben auf einer Pressekonferenz die Gewinner des Nobelpreises für Physik 2022 bekannt: Alain Aspect (auf Bildschirm von links), John F. Clauser und Anton Zeilinger.

Der Generalsekretär der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften Hans Ellegren (Mitte), Eva Olsson (links) und Thors Hans Hansson, Mitglieder des Nobelkomitees für Physik, geben auf einer Pressekonferenz die Gewinner des Nobelpreises für Physik 2022 bekannt: Alain Aspect (auf Bildschirm von links), John F. Clauser und Anton Zeilinger.

Der Österreicher Anton Zeilinger zeigte sich auf positive Weise fassungslos. „Ich bin immer noch irgendwie geschockt“, sagte der 77-Jährige, als er am Dienstag telefonisch zur Preisbekanntgabe in Stockholm zugeschaltet wurde. Es handle sich aber definitiv um einen „positiven Schock“. Gut eine Stunde vor der Verkündung hatte ihn die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in das Geheimnis eingeweiht, dass er zu den diesjährigen Preisträgern zählt. „Dieser Preis ist eine Ermutigung für junge Menschen“, sagte er später.

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Im vergangenen Jahr hatten die eine Hälfte des Physik-Nobelpreises der Hamburger Meteorologe Klaus Hasselmann und der in Japan geborenen US-Amerikaner Syukuro Manabe erhalten. Beide haben eine solide physikalische Grundlage für unser Wissen über den Klimawandel geschaffen. Die andere Hälfte ging an den Italiener Giorgio Parisi für seine Arbeit zum Verstehen komplexer Systeme.

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Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

RND/dpa/AP

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