Pakistan: Heuschrecken-Invasion bedroht die Landwirtschaft

  • Bereits Anfang des Jahres wurde Pakistan von einer verheerenden Heuschreckeninvasion heimgesucht.
  • Die Heuschrecken bedrohen die Landwirtschaft des Landes.
  • Aufgrund der landesweiten Ausgangssperren durch Corona hat sich die Situation nun noch verschärft.
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Islamabad. Mitten in der Coronakrise bedrohen Heuschrecken die Landwirtschaft in weiten Teilen Pakistans. Mindestens 61 Distrikte des Landes seien betroffen, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Mittwoch. “Die diesjährige Heuschreckeninvasion stellt eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Ernährungssicherheit dar”, warnte Nisar Khaskhali, Mitglied der Bauernkammer in der südlichen Provinz Sindh.

BIP zu einem Fünftel von Landwirtschaft abhängig

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Bereits im Februar hatten die Behörden in dem südasiatischen Land den Notstand ausgerufen, sie sprachen damals vom "schlimmsten Heuschreckenbefall seit mehr als zwei Jahrzehnten". Pakistans Wirtschaft ist stark von der Landwirtschaft abhängig. Etwa ein Fünftel des Bruttoinlandprodukts wird in der Branche erwirtschaftet, rund 40 Prozent der Beschäftigten des Landes arbeiten in der Landwirtschaft.

Bereits die landesweiten Ausgangssperren im Zuge der Corona-Krise hatten die Branche unter Druck gesetzt, insbesondere Tagelöhner litten zunehmend unter Armut und Hunger. Experten gehen davon aus, dass die Heuschreckenplage die Lage zusätzlich verschärft.

RND/dpa

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