Oktopusse: Je tiefer, desto warziger

  • Oktopusse sehen sehr unterschiedlich aus - selbst wenn sie zur selben Art zählen.
  • Forscher untersuchten nun Tiefsee-Oktopusse aus dem Nordpazifik auf ihre Warzen, ihre Saugnäpfe und auf ihre Größe.
  • Das Ergebnis: Die Haut verrät, wo die Kopffüßer leben.
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Chicago. Die Haut eines Tiefsee-Oktopus gibt offenbar Aufschluss über seinen Lebensraum. Einer Studie zufolge sind die Vertreter der Art Graneledone pacifica umso warziger, je tiefer im Meer sie leben. Das berichten Forscher um Janet Voight vom Field Museum in Chicago im "Bulletin of Marine Science".

Forscher untersuchten Tiere auf Warzen, Saugnäpfe und Größe

Das Team untersuchte 50 Tiefsee-Oktopusse aus dem Nordpazifik auf ihre Warzen, ihre Saugnäpfe und auf ihre Größe. Die Tiere stammten entweder aus Aquarien und Sammlungen oder waren mithilfe bemannter U-Boote nahe der US-Küste in Tiefen von 1116 bis 2850 Metern gefangen worden. Zusätzlich prüften die Forscher anhand des Erbguts, ob es sich um eine oder verschiedene Arten handelte. "Bei Tieren, die sehr unterschiedlich aussehen, würde ich von verschiedenen Arten ausgehen", wird Voight in einer Mitteilung des Museums zitiert. "Aber die Varianz innerhalb einer Art kann manchmal täuschen."

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Resultat: Alle Oktopusse hatten - trotz des unterschiedlichen Aussehens - sehr ähnliches Erbgut und gehörten zur Art Graneledone pacifica. Doch je tiefer die Tiere im Meer lebten, desto kleiner waren sie, desto weniger Saugnäpfe trugen sie an den Fangarmen und desto warziger waren sie.

Die mit der Tiefe abnehmende Größe führen die Forscher auf das geringere Nahrungsangebot zurück. "Diese Tiere müssen härter arbeiten, um etwas zu fressen zu finden", erläutert Voight. "Und das bedeutet, dass sie am Ende ihres Lebens kleiner sind als andere, die mehr Nahrung haben." Auch die Eier jener Tiere, die in extremer Tiefe leben, seien kleiner. Dagegen lasse sich der Unterschied zwischen glatter und warziger Haut biologisch nicht erklären. "Der Grund für diesen Unterschied bleibt ein Rätsel", schreiben Voight und Kollegen.

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RND/dpa