Öko-Test: Nur eine Parmesan-Sorte schneidet gut ab

  • Ökotester haben 16 originale Parmigiano Reggiano Sorten getestet.
  • Keiner der getesteten Käse schnitt sehr gut ab.
  • Bemängelt wurde von den Testern die Haltung der Kühe - außerdem wurde Mineralöl im Käse gefunden.
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Frankfurt/Main. Mit Parmesan verhält es sich ähnlich wie mit Champagner. Der Extrahartkäse darf sich nur so nennen, wenn er aus einer bestimmten Region kommt. Die Zeitschrift Öko-Test (Ausgabe September 2019) hat 16 originale Parmigiano-Reggiano-Sorten unter die Lupe genommen. Das Urteil der Verbraucherschützer ist vernichtend: Nur ein Produkt wurde mit dem Testurteil „gut" bewertet. Fünf Sorten wurden für mangelhaft befunden, eine sogar als ungenügend.

Geschmack reicht von würzig-salzig bis muffig

Vorweg: Typisch würzig-salzig waren laut den Testern alle untersuchten Parmesankäsesorten. Drei Produkte kämen geschmacklich aber auch leicht seifig daher, vier leicht bitter und zwei davon sogar mit muffiger Note. Noch mehr störte die Tester die Haltung der Kühe, aus deren Milch der König aller Käsesorten produziert wird: Sie hätten keinen Zugang zur Weide und würden enthornt, weil sie mit ihren Hörnern andere Kühe oder Menschen verletzen könnten.

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Im Parmesan: Erhöhte Mineralölbestandteile

Das Labor brachte auch ans Licht: Alle Parmesankäse aus den italienischen Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna und Mantua enthielten Mineralölbestandteile – von geringen Spuren bis hin zu erhöhten Anteilen. Wie die Bestandteile in den Käse kamen, sei nicht genau nachvollziehbar, so die Tester. Denkbar seien Verunreinigungen durch Schmieröle im Produktionsprozess. Aber auch beim Versiegeln der Verpackungen könnten Mineralölbestandteile in den Käse übergehen, vermuten die Öko-Tester.

Parmesan: Keiner schneidet sehr gut ab

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Einzig der Bio-Parmesan Parmigiano Reggiano von Alnatura schnitt gut ab – er sei auch der einzige, bei dem für die Herstellung nur ein Milchlieferant verwendet wird. Ein mittelmäßiges Ergebnis erzielte der Cucina Parmigiano Reggiano von Aldi Süd im Test. Dieser Käse habe einen hohen Grünfutteranteil, werde aber aus der Milch von insgesamt 13 Milchlieferanten hergestellt. Mit dem Urteil „ungenügend" durchgefallen ist im Test der Giovanni Ferrari Parmigiano Reggiano. Er enthalte sehr stark erhöhte Mineralölbestandteile. Außerdem sei keine Transparenz bei der Tierhaltung gegeben.

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RND/dpa