Nistkästen selbst bauen und anbringen

Der zeitige Frühling animiert die Vögel zur Balz. Doch immer häufiger finden Amsel, Meise und Co. keine geeigneten Brutstätten. Höchste Zeit also für das Anbringen von Vogelkästen. Anstatt die Brutstationen im Handel zu kaufen, kann man sie auch gut selbst machen.

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Hannover. Der Frühling steht vor der Tür: Amsel, Meise und Buchfinken stecken bereits ihre Reviere ab und machen sich bereit für die Balz. Doch immer häufiger finden Brutvögel keine passende Bleibe, schlägt der Deutsche Jagdverband (DJV) Alarm. Deshalb sei es jetzt allerhöchste Zeit, Nistkästen aufzuhängen.

Nistkästen: Beim Anbringen auf geschützte Standorte achten

Zum Anbringen der Vogelkästen eignen sich geschützte und halbschattige Standorte, die für Räuber wie Katze und Marder möglichst unzugänglich sind. Dafür sollten Vogelfreunde die Kästen frei in zwei bis fünf Metern Höhe an einem einzelnen Ast oder am Stamm aufhängen. Um den Baum nicht zu schädigen, verwendet man am besten einen ummantelten Draht zur Befestigung. Das Einflugloch sollte zum Schutz vor Wind und Wetter in Richtung Südosten ausgerichtet sein.

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Freistehende Baumstämme lassen sich mit einer Blechmanschette in etwa einem Meter Höhe katzen- und mardersicher machen. Eine Sitzstange vor dem Einflugloch benötigen Vögel übrigens nicht – vielmehr helfe das nur Fressfeinden, an Eier und Küken zu gelangen.

Säubern der Nistkästen: Das müssen Sie beachten

Wenn Nistkästen im Garten bereits vorhanden sind, ist es jetzt höchste Zeit, sie zu säubern, damit Parasiten, wie Zecken, Milben oder Vogelflöhe die Vogelbrut nicht befallen. Vor der Reinigung sollte man vorsichtig nachschauen, ob der Nistkasten von anderen Untermietern bewohnt wird. Zum Reinigen sind Desinfektionsmittel oder scharfes, chemisches Reinigungsmittel tabu. Das Nistkästchen ausfegen und - wenn notwendig - mit heißem Wasser ausspülen, danach gut durchtrocknen lassen.

Nistkästen selbst bauen

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Nistkästen können ganz leicht selbst gebaut werden. Dafür benutzt man am besten haltbares Lärchen- oder Eichenholz.

• Die Bretter sollten im Durchschnitt circa 20 Millimeter dick und nicht behandelt sein. Insgesamt werden sechs Bretter benötigt. • Vier Bretter sollten auf eine Größe von 15 x 20 Zentimeter zugesägt werden. • Das Bodenbrett auf 13 x 13 und die Oberseite (Dach) auf 13 x 18 Zentimeter Größe. • In das Brett, das die Vorderseite wird, mit einem Rundbohrer ein Loch bohren von circa 2,5 bis 3 Zentimeter Durchmesser. • In den Boden drei bis vier kleine Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung bohren. • Die Holzbretter mit Schrauben verbinden und kein Holzleim verwenden. Darauf achten, dass das Dach auf der Rückseite mit den Seitenwänden abschließt. • Vorne sollte das Dach einige Zentimeter überstehen, um vor Räubern zu schützen.

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Von RND