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  • Nicht nur für Prepper: Katastrophenschutz bietet Checkliste für Notfälle

Checkliste für Notfälle: Das rät der Katastrophenschutz

  • Eine Bundesbehörde plant ein Kochbuch mit "nahrhaften Mahlzeiten" für den Krisenfall.
  • Doch ohne Strom und sauberes Wasser kochen zu können, reicht nicht.
  • Schließlich geht es auch darum, die richtigen Vorräte zu haben - wofür es eine Checkliste gibt.
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Das Kochbuch ist Teil des Zivilschutzkonzepts, dass die Bundesregierung schon 2016 angekündigt hat. Nun nimmt das Gestalt an - und ein Teil davon ist eben das Kochbuch, dass Bundesbürgern auch in schwierigen Zeiten eine warme und genießbare Mahlzeit garantieren soll.

Ein anderer Aspekt ist die Checkliste für Notfälle, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitstellt. Dort fasst die Behörde zusammen, was Bürger für den Fall größerer Katastrophen bereithalten sollten - also wenn die Wasserversorgung zusammenbricht, der Strom ausfällt oder Ähnliches.

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Grundsätzlich rät das Bundesamt, für derartige Situationen vorzusorgen. Dazu gehöre, mit der Familie einige Absprachen zu treffen. Etwa darüber, wo sich im Haus Notgepäck, Dokumententaschen, Vorräte und Feuerlöscher befinden. Auch sollte ein batteriebetriebenes Radio bereitliegen, ebenso wie Reservebatterien dafür.

Fluchtwege kennen, Unterlagen bereitlegen

Auch Fluchtwege, Treffpunkte und Erreichbarkeiten sollten demnach geklärt werden. Im Idealfall drucken Bürger auch die Checkliste des Bundesamts aus und legen sie zu den wichtigen Unterlagen.

Außerdem empfiehlt das Bundesamt, Vorräte für zehn Tage anzulegen. Der Grundsatz dabei: “Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.” Außerdem wichtig: Lebensmittel sollten auch ohne Kühlung länger haltbar sein.

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Das gehört in den Notfallvorrat

Pro Person gibt es außerdem konkrete Empfehlungen, welche Lebensmittel in welchem Umfang für zehn Tage reichen:

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  • 20 Liter Wasser, wobei eingeplant ist, dass 5 Liter für die Zubereitung von Mahlzeiten mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln nötig sind
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Reis und Kartoffeln
  • 4 Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte, möglichst im Glas oder aus der Dose
  • 2,5 Kilogramm Obst und Nässe, ebenfalls möglichst in Dosen oder Gläsern
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte - und zwar solche, die nicht gekühlt werden müssen
  • 0,357 Kilogramm Fett und Öle, um Speisen zuzubereiten
  • Außerdem sollten Gewürze, Zucker, Süßstoff sowie haltbare Fertiggerichte wie Dosenravioli nach eigenem Ermessen bereit liegen
Ein portabler Verbandskasten sollte bereitliegen.

Abseits der Lebensmittel gehört zu der Checkliste auch eine Hausapotheke. In dieser sollte Folgendes enthalten sein:

  • Ein Verbandskasten nach DIN-Norm
  • Vom Arzt verordnete Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Mittel gegen Erkältungen
  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Durchfall
  • Salbe gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
  • Eine Pinzette

Notfall-Vorbereitung: Die Taschenlampe nicht vergessen

Auch ein Zehntagesvorrat an Hygieneartikeln sollte zum Notfallvorrat gehören:

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  • Ein Stück Seife
  • Ein Kilogramm Wachsmittel
  • Zahnpasta und Zahnbürste
  • Ein Set Einweggeschirr
  • Eine Rolle Haushaltspapier
  • Mehrere Rollen Toilettenpapier
  • Mehrere Müllbeutel
  • Eine Campingtoilette
  • Haushaltshandschuhe
  • Desinfektionsmittel für Oberflächen

Darüber hinaus empfiehlt das Bundesamt für Katastrophenschutz, einen Schlafsack, feste und wasserfeste Kleidung sowie Werkzeuge wie Dosenöffner und Taschenmesser in ein ordentliches Notfallgepäck einzupacken. Auch eine Taschenlampe sollte eingepackt werden.

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