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Neue Unterart des Riesensalamanders gilt als die größte Amphibie der Welt

  • Mit einer Länge von bis zu 1,80 Meter und einem Gewicht von mehr als 40 Kilogramm galt der chinesische Riesensalamander bisher als größte Amphibie der Welt.
  • Wissenschaftler haben nun eine noch größere Unterart des Tieres entdeckt.
  • Der Andrias sligoi soll bis zu zwei Meter messen.
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London. Schon länger ist bekannt, dass es sich beim chinesischen Riesensalamander um eine der größten auf der Erde lebenden Amphibien handelt. Doch Forscher haben nun herausgefunden, dass insgesamt drei verschiedene Arten des außergewöhnlichen Lurches existieren.

Der urtümliche Riesensalamander gilt als stark bedroht. Nur dank intensiver Schutz- und Zuchtprogramme zahlreicher Zoos weltweit konnte sein Vorkommen stabilisiert werden. Laut einer neuen Studie der Zoological Society of London und des Natural History Museums handelt es sich bei diesen Tieren jedoch hauptsächlich um Vertreter einer von drei Unterarten – den Andrias davidianus. Die anderen zwei seien „größtenteils aus der Wildnis ausgelöscht“, sagt der Autor der Studie, Samuel Turvey.

Es ist erstaunlich, dass es in der heutigen Zeit so lange gedauert hat, um herauszufinden, welche die weltweit größte Amphibie ist.

Samuel Turvey, Studienautor
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Eine der drei neu entdeckten Arten – der Andrias sligoi – sei nun die größte der 8000 lebenden Amphibienarten der Welt, heißt es in dem Bericht des Fachmagazins „Ecology and Evolution“. Laut der jüngsten Forschungen können die Tiere eine Länge von bis zu zwei Metern erreichen. „Es ist erstaunlich, dass es in der heutigen Zeit so lange gedauert hat, um herauszufinden, welche die weltweit größte Amphibie ist“, sagt Turvey.

Ein chinesischer Riesensalamander. © Quelle: Ben Taple/Zoological Society London

Von der dritten Unterart, die noch namenlos ist, haben die Wissenschaftler bisher nicht mehr als Gewebeproben entdeckt. Ein lebendiges Exemplar konnten sie nicht ausfindig machen. Für die Studie haben Turvey und seine Kollegen DNA-Proben von 17 verschiedenen Tieren genommen, die aus neun verschiedenen chinesischen Provinzen stammen. Die Proben stammen aus Museumsbeständen, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts archiviert worden sind.

„Unsere Analyse zeigt, dass die drei Arten sich vor 3,1 bis 2,4 Millionen Jahren aufteilten. In dieser Zeit stieg das tibetische Plateau in China stark an, was dazu geführt haben kann, dass sich die Population des Riesensalamanders isoliert hat und sich verschiedene Arten in verschiedenen Landschaften entwickelt haben“, sagt Turvey.

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Als Amphibien gelten alle Tiere, die sich ausschließlich im Wasser fortpflanzen können. Das Wort Amphibie stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie doppellebig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie als Jungtiere im Wasser und im fortgeschrittenen Alter an Land leben.

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