Nasa-Video zeigt 140 Jahre Erderwärmung in einer Minute

  • Das Jahr 2019 war das zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880.
  • Und auch die Erwärmung der Meere schreitet schneller voran als vermutet.
  • Dieses Video der Nasa zeigt bildhaft und anschaulich, dass die Erderwärmung eben doch keine Erfindung ist.
|
Anzeige
Anzeige

Das Rekordjahr 2016 ist mit seiner durchschnittlichen Höchsttemperatur noch ungeschlagen. Direkt darauf folgt 2019. Insgesamt waren die vergangenen fünf Jahre allesamt die wärmsten der bisherigen Aufzeichnungen in 140 Jahren.

Seit 1880 ist die jährliche Durchschnittstemperatur nach Angaben der Nasa etwas mehr als ein Grad Celsius gestiegen. Das klingt alles andere als viel. Aber im Vergleich: Die Durchschnittstemperatur während der letzten Eiszeit war lediglich um rund fünf Grad Celsius kälter als der Durchschnitt zum Ende des 19. Jahrhunderts.

„Wir haben die Zwei-Grad-Fahrenheit-Marke (gut ein Grad Celsius) in 2015 überschritten und es ist unwahrscheinlich, dass die Temperatur wieder sinkt", sagte Gavin Schmidt, Direktor des Nasa Goddard Institute for Space Studies (GISS). Den Analysten zufolge liegt der Erwärmung vor allem der menschgemachte Ausstoß von CO₂ und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre zugrunde.

140 Jahre Erderwärmung im Schnelldurchlauf

Nicht überall auf der Welt ist die globale Erderwärmung direkt spürbar. Die Wissenschaftler verweisen auf regionale Wetterdynamiken, sodass nicht in jeder Region der Erde die Erwärmung spürbar sei. War 2019 weltweit das zweitwärmste Jahr bisher, ist es in den USA lediglich auf Platz 34 seit Beginn der Aufzeichnungen zu finden.

Besonders in der Arktis ist die Erderwärmung jedoch zu spüren, zeigen die Auswertungen. Seit 1970 stiegen die Temperaturen hier dreimal schneller als im Rest der Welt. Bemerkbar machen sich die höheren Temperaturen in Form von Gletscherschmelze, Hitzewellen, Waldbränden und heftigem Niederschlag.

Anzeige

Die Temperaturentwicklung der letzten 140 Jahre

Auch wenn die einzelnen Erfassungsmodelle leichte Abweichungen haben, zeigen sie allesamt Spitzen in den Temperaturaufzeichnungen und einen allgemeinen Anstieg. © Quelle: NASA GISS/Gavin Schmidt

Die Temperaturmessungen der Nasa basieren auf Daten von mehr als 20.000 Wetterstationen, Schiffs- und Bojenmessungen und Forschungsstationen in der Antarktis.