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Nach Russlands Ausstieg: Raumstation ISS nicht zwangsläufig am Ende

  • Der Ausstieg von Russland aus der Internationalen Raumstation ISS könnte bereits 2025 erfolgen.
  • Das muss aber nicht zwangsläufig das Ende der ISS bedeuten.
  • Laut der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sollen Verhandlungen mit der Nasa klären, wie es weitergeht - auch finanziell.
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Moskau. Ein möglicher Ausstieg Russlands aus der Internationalen Raumstation ISS ab 2025 würde nach Darstellung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos nicht zwangsläufig das Ende der Station bedeuten. „Das heißt nicht, dass die Station nach 2025 sofort zerstört und versenkt wird“, sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „Es ist nur so, dass wir die Verantwortung für unser Segment an unsere Partner übertragen werden.“ Ebenso könnten die Kosten auf „kommerzieller Grundlage“ von russischer Seite getragen werden. „Wir beginnen Verhandlungen mit unseren Partnern von der Nasa“, sagte Rogosin.

Technischer Zustand der ISS veraltet

Russland hat nach eigenen Angaben bereits mit dem Bau einer eigenen Raumstation begonnen. „Wir warten nun auf die Anweisungen des Präsidenten“, sagte Rogosin mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin, der seine Nation in der Raumfahrt weiter voranbringen möchte. „Wenn wir sie 2030 planmäßig in die Umlaufbahn bringen können, wäre das ein kolossaler Durchbruch.“ Die Station solle dann wahrscheinlich nicht dauerhaft bewohnt sein. „Wir schließen nicht aus, dass es auch Gäste geben wird, aber die Station muss national sein“, meinte Rogosin.

Russland begründet einen Ausstieg aus der ISS etwa mit dem technischen Zustand der mehr als 20 Jahre alten Station. Etwa 80 Prozent der Ausrüstung im russischen Segment seien bereits veraltet, sagte der Roskosmos-Chef. Der Vertrag über eine internationale Zusammenarbeit läuft vorerst bis 2024. Zuletzt hatte Russland einen Betrieb sogar bis 2030 nicht ausgeschlossen.

RND/dpa

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