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“Mosaic”-Expedition: Eisscholle zerbricht in tausend Einzelteile

  • Die Eisscholle der "Mosaic"-Expedition ist zerbrochen.
  • Seit 2009 hat ein internationales Forscherteam die Scholle auf ihrem Weg durch das Nordpolarmeer begleitet.
  • Die gesammelten Erkenntnisse sollen dabei helfen, den Einfluss der Arktis auf das globale Klima zu bestimmen.
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Bremerhaven. Unter lautem Knallen ist die "Mosaic"-Eisscholle am 30. Juli in viele Teile zerbrochen. Einen Tag zuvor hatte das internationale Forscherteam nach exakt 300 Tagen mit dem Abbau des Camps auf der Scholle begonnen.

Eisscholle trägt Wissenschaftler knapp 2000 Kilometer

“Es ist uns gelungen, den Lebenszyklus der Mosaic-Scholle seit Anfang Oktober letzten Jahres bis zu ihrem Ende zu begleiten”, sagte Expeditionsleiter Markus Rex am Freitag und bezeichnete das Timing als “perfekt”. Ganze 1700 Kilometer habe die Scholle die Wissenschaftler von der Laptewsee vorbei am Nordpol bis in die Framstraße getragen.

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Die Wissenschaftler räumen den Fesselballon Beluga ein, der seit Frühjahr 2020 für Messungen in der unteren Atmosphäre über der "Mosaic"-Scholle im Einsatz war. © Quelle: Alfred Wegener Institut

Am 4. Oktober 2019 hatte sich das internationale Team an der Eisscholle, auf der sie ihr Camp aufschlugen, einfrieren lassen. Das Forschungsschiff Polarstern dockte an der Scholle an. Seitdem drifteten die Wissenschaftler durch das Nordpolarmeer, um das Klimasystem der Zentralarktis zu erforschen. Ziel der Expedition ist es, den Einfluss der Arktis auf das globale Klima besser zu verstehen.

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Forscher wollen Gefrieren beobachten

In einer nächsten Phase will das Forscherteam weiter nach Norden vorstoßen. "Jetzt steht das letzte noch fehlende Puzzlestück im Jahreszyklus des arktischen Meereises im Fokus, das beginnende Gefrieren am Ende des Sommers", sagte Rex.

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Zunächst werde die Polarstern aber noch nahe der Eiskante bleiben, teilte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung am Freitag mit. Solange, bis der russische Forschungseisbrecher Akademik Tryoshnikov in den nächsten Tagen mit neuen Besatzungsmitgliedern und Proviant eintreffe.

RND/dpa

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