Mogelpackung: Bei Werbung mit Eiweiß genau hinsehen

  • Wird auf der Verpackung mit einem Plus an Eiweiß geworben, handelt es sich meist um Produkte, die ohnehin reich an Proteinen sind.
  • Verbrauchern wird geraten, die Nährwerttabelle der Produkte genau zu studieren.
  • Oft stecken hinter den vielen Proteinen Milchbestandteile wie Vollmilch- oder Magermilchpulver.
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Rostock. Wird auf Getränkeflaschen, Müslitüten oder Quarkpackungen groß mit dem Begriff “Proteine” geworben, sieht das für den Käufer nach einem gesundheitlichen Plus aus. Doch meist handelt es sich um Lebensmittel, die ohnehin schon eiweißreich sind. Wer solche Produkte kauft, sollte die Inhalte deshalb auf der Verpackung nachlesen, rät die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Zum Beispiel trumpfe ein “High Protein Quark” mit neun Prozent Eiweiß auf. Dabei beinhalte ganz normaler Magerquark mit meist rund zwölf Prozent bereits mehr Eiweiß. Und wird ein Protein-Getränk etwa “mit 30 Gramm Protein” beworben, sei meist nur die enthaltene Gesamtmenge gemeint – und nicht die auf 100 Gramm bezogene Menge.

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Mogelpackung: Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich

Beim Studieren der Zutatenliste auf der Rückseite werde aus dem tollen “Protein-Drink” schnell eine Schokomilch mit einem bisschen Molkenpulver, so die Verbraucherschützer. In der Nährwerttabelle zeige sich dann gleichzeitig auch, dass das Fläschchen mit den 30 Gramm Protein auch stolze 25 Gramm Zucker enthält. Auch “16 Gramm der besten Proteine” klinge verheißungsvoll. Beim genauen Hinsehen werde deutlich, dass es sich um normale, teils stark verarbeitete Milchbestandteile handelt, wie etwa Vollmilch-, Magermilch- oder Molkenpulver.

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RND/dpa

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