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Mehr als 1400 Behandlungsfehler 2018 – Knie- und Hüftpatienten besonders betroffen

Besteht Verdacht auf einen Behandlungsfehler, wenden sich gesetzlich Versicherte am besten an ihre Krankenkasse.

Berlin.Die Zahl der festgestellten Behandlungsfehler in Kliniken und Praxen in Deutschland ist nach Daten der Ärzteschaft im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Bestätigt wurden 1449 Fälle mit Fehlern oder Mängeln bei der Risikoaufklärung als Ursache für Gesundheitsschäden, wie die Bundesärztekammer am Mittwoch mitteilte. Im Jahr 2017 waren 1783 solche Fälle festgestellt worden.

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Insgesamt trafen die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft im vergangenen Jahr bundesweit 5972 Entscheidungen zu mutmaßlichen Fehlern (2017: 7307). Am häufigsten beschwerten sich Patienten demnach weiterhin nach Behandlungen von Knie- und Hüftgelenksarthrosen.

Ärztekammer warnt vor Zeit- und Personalmangel

Neben der Ärzteschaft gehen auch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen Behandlungsfehlern nach. Wie viele Patienten sich direkt an Gerichte, Anwälte oder Versicherungen wenden, ist unbekannt. Insgesamt gibt es jährlich 20 Millionen Behandlungen in Krankenhäusern und rund eine Milliarde Arztkontakte in Praxen.

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Die Bundesärztekammer warnt vor dem Zeit- und Personalmangel in Kliniken und Praxen. „Behandlungsdruck kann Behandlungsfehler begünstigen“, sagte Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Ärzte arbeiteten in allen Versorgungsbereichen am Limit und manchmal darüber hinaus.

Zahl der Behandlungsfehler trotz Druck gering

„Die über Jahrzehnte von der Politik geschaffenen ökonomischen Rahmenbedingungen sind nicht auf maximale Patientensicherheit ausgerichtet, sondern auf maximale Effizienz und häufig sogar auf Gewinnmaximierung“, beklagte Crusius. Im Gesundheitswesen sei gespart worden, „bis es quietscht“. Dabei sei der Arztberuf ein äußerst gefahrengeneigter Beruf. Fehler könnten nicht gänzlich vermieden werden. Laut Crusius ist die Zahl der Behandlungsfehler trotz des Drucks sehr niedrig.

Lesen Sie hier:
Behandlungsfehler: Was Patienten tun können

Von RND/dpa

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