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Masern-Epidemie auf Samoa: Schon mehr als 50 Kinder gestorben

  • Mehr als 3.700 Infizierte und mindestens 53 Tote hat die Masern-Epidemie auf Samoa bereits gefordert.
  • Die meisten Patienten sind Kinder unter vier Jahren.
  • Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, hat der Inselstaat inzwischen eine Impfpflicht eingeführt.
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Auf dem polynesischen Inselstaat Samoa ist eine Masern-Epidemie ausgebrochen. Seit November wurden dem Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Apia mehr als 3.700 Fälle gemeldet. Bei den Infizierten handele es sich mehrheitlich um Kinder unter vier Jahren. Auch mehrere Todesopfer hat die Infektionskrankheit bereits gefordert: Seit Ende Oktober ist die Zahl der Toten auf mindestens 53 gestiegen.

Strenge Vorsichtsmaßnahmen, um Tröpfcheninfektion zu vermeiden

Samoa hatte schon Mitte November wegen der Masern-Ausbreitung einen Notstand ausgerufen, Pflichtimpfungen für alle 200.000 Bewohner der Inseln angeordnet und Schulen sowie Universitäten geschlossen. Zusätzlich wurde von der Polizei eine Ausgangssperre verhängt, Kinder dürfen nicht mehr an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.

Die Krankheit ist hochgradig ansteckend und wird über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Neben grippeähnlichen Symptomen zeichnet sich in den ersten Stadien ein rötlicher Ausschlag auf der Haut ab, teilweise gefolgt von einer Mittelohr- und Lungenentzündung. Nur selten kommt es zu einer Gehirnentzündung, die im schlimmsten Fall aber tödlich enden kann.

Das typische Merkmal des hoch ansteckenden Masernvirus ist ein rötlicher Hautausschlag.
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Samoa startet Impfkampagne

In Deutschland hatte erst im November der Bundestag eine Masern-Impfpflicht für alle Kindergarten- und Schulkinder beschlossen, um die Verbreitung von Masern zu verhindern. In Samoa habe es laut UN-Kinderhilfswerk Unicef eine unzureichende Impfrate gegeben, die zwischen 28 und 40 Prozent lag. Eine mögliche Ursache, warum sich das Masernvirus im Inselstaat immer mehr ausbreiten konnte.

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Um weitere Infektionen zu vermeiden, setzt Samoa nun zusätzlich auf eine aufklärende Impfkampagne. Rund 58.000 Einwohner zwischen sechs Monaten und 60 Jahren seien seitdem gegen Masern geimpft worden, was knapp 30 Prozent der gesamten Inselbevölkerung entspricht. Zuvor waren etwa 33.000 Menschen geimpft.

RND/dpa