Krebsüberlebende soll mit Space-X-Rakete ins All fliegen

  • Im Herbst will der US-Milliardär Jared Isaacman mit einer Rakete des Unternehmens Space X ins All fliegen.
  • An Bord des ersten Privatflugs in den Weltraum soll auch die US-Amerikanerin Hayley Arceneaux sein.
  • Die junge Frau wäre der erste Mensch mit Prothese im All.
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Cape Canaveral. Nach ihrem Kampf gegen Knochenkrebs wird Hayley Arceneaux in den Weltraum aufbrechen. Dass die 29-Jährige an Bord des ersten Privatflugs von Space X ins All sein wird, gab das renommierte US-Kinderkrankenhaus St. Jude am Montag bekannt. Arceneaux war früher selbst Patientin und arbeitet mittlerweile als Krankenschwester dort. „Mein Kampf gegen Krebs hat mich auf das Reisen in den Weltraum vorbereitet“, sagte Arceneaux im Interview mit der Nachrichtenagentur AP. „Es hat mich tough gemacht, und ich denke, es hat mich wirklich darauf vorbereitet, das Unerwartete zu erwarten und das zu nehmen, was kommt.“

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Jüngste Amerikanerin im All

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Arceneaux wird die bislang jüngste Amerikanerin im All werden und zudem die erste mit Prothese. Im Alter von zehn Jahren wurde Arceneaux im Krankenhaus St. Jude in Tennessee ein Knie ersetzt, in ihrem linken Oberschenkelknochen hat sie einen Titanstab. An Bord des Space-X-Flugs wird sie medizinische Beauftragte der Crew sein.

Erste Privatperson, die ins All fliegt

Im Herbst will der US-Milliardär Jared Isaacman ins All fliegen, neben ihm und Arceneaux werden noch zwei weitere Personen dabei sein – um wen es sich handeln wird, will Isaacman im März bekannt geben. Der Unternehmer wäre die erste Privatperson, die mit einem Flug von Space X in den Erdorbit fliegen und den Planeten umrunden soll. Unternehmensgründer Elon Musk sagte jüngst, der Flug werde zwei bis vier Tage dauern. Noch sei das zwar sehr teuer, aber mit der Zeit würden die Flüge immer erschwinglicher werden.

In Anlehnung an den englischen Ausdruck „the sky is the limit“ sagte Arceneaux, sie wolle ihren jungen Patienten und anderen Krebsüberlebenden mit der Reise in den Weltraum zeigen, dass der Himmel nicht mehr die Grenze – also alles möglich – sei. „Es wird diesen Kindern so viel bedeuten, eine Überlebende im All zu sehen“, so die Amerikanerin.

RND/AP

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