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  • Klimawandel: Interaktive Karte des IPCC - so verändert sich unser Planet

Interaktiver Atlas zeigt: So verändert der Klimawandel unseren Planeten

  • Zusätzlich zum ersten Teils seines Berichts hat der Weltklimarat (IPCC) einen interaktiven Atlas gelauncht.
  • Mit den umfangreichen Tool lassen sich zahlreiche Klimaszenarien simulieren.
  • Ganz einfach zu bedienen ist es nicht – wir erklären die Grundlagen.
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Genf. Die globale Durchschnittstemperatur steigt – und mit ihr der Druck zu handeln. Am Montag hat der Weltklimarat (IPCC) den ersten Teil seines sechsten Sachstandsberichts vorgestellt. Der Klimawandel und dessen Folgen verstärken sich, und das immer schneller und nahezu überall, so lautet die wichtigste Botschaft des Berichts.

Dazu hat der Weltklimarat eine interaktive Karte veröffentlicht: den „IPCC Interactive Atlas“. Drei Jahre hat es laut dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Vox gedauert, das Tool zu programmieren. Es visualisiert umfangreiche Klimadaten. Der Atlas schlüsselt Veränderungen in verschiedenen Gebieten etwa bei den Durchschnittstemperaturen, dem Anstieg des Meeresspiegels und den Regen- oder Schneefällen in Relation zur Erderwärmung auf. Das Tool liefert Daten für die Vergangenheit und Prognosen anhand wissenschaftlicher Berechnungen für die Zukunft.

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Auswirkungen der Erderwärmung online simulieren

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Eine praktische Funktion des Tools: Zwei Karten lassen sich nebeneinander anzeigen. So lässt sich etwa auf einen Blick erkennen, wie sich eine Erderwärmung in Höhe von 1,5 Grad im Vergleich zu einer Erderwärmung von 3 Grad auf das Klima auswirkt – zum Beispiel bezüglich der Temperaturen in bestimmten Regionen der Welt.

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Auf der Karte ist zu erkennen: Steigt die globale Durchschnittstemperatur, variieren die Auswirkungen je nach Standort. Die Durchschnittstemperaturen einzelner Regionen steigen teilweise viel schneller. Erwärmt sich die Erde um 1,5 Grad, ist es in einigen Regionen in der Arktis im Schnitt um bis zu sechs Grad wärmer. Auch in Europa steigen die Temperaturen schneller als die globalen mittleren Temperaturänderungen.

Mehr Niederschlag fällt

In West- und Zentraleuropa, wo auch Deutschland liegt, führt die Erderwärmung zu höheren Niederschlagsmengen. Überschwemmungen, wie sie jüngst im Westen ganze Landstriche verwüsteten, werden sich in der Folge häufen. Wie die Grafik unten zeigt, sind auch viele andere Teile der Erde von den stärkeren Regenfällen betroffen.

Diese beiden Visualisierungen hat das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) auf Grundlage des IPCC-Atlasses erstellt. Mithilfe des Tools lassen sich jedoch noch viele andere Szenarien darstellen. Grundlegend funktioniert das so:

IPCC-Atlas bedienen

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Auf der Startseite des IPCC-Atlasses, www.interactive-atlas.ipcc.ch, klicken Sie auf „regional information“. Nun öffnet sich die Karte. Wer das Tool zum ersten Mal benutzt, wird zunächst automatisch durch ein Tutorial geführt, das alle Einstellungs­möglich­keiten nacheinander erklärt.

Unter dem Reiter „Dataset“ befinden sich Daten für die ganze Welt oder einzelne Regionen, etwa Europa oder Südamerika. Zahlreiche Wettervariablen lassen sich unter dem Reiter „Variable“ auswählen. Dazu zählen Frosttage, Schneefälle oder die mittlere Temperatur. Im Reiter „Value & Period“ kann man die Höhe der Erderwärmung für die gewünschte Simulation sowie den Vergleichszeitraum auswählen. Unter „Season“ ist es möglich, einen exakteren Zeitraum zu wählen, etwa ein Quartal.

Wer sich für die Metadaten interessiert, findet sie in der rechten Leiste. Dort gibt es ebenfalls die Möglichkeit, die Simulation mit den eigenen Einstellungen downzuloaden oder zwei Karten nebeneinander anzeigen zu lassen.

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