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Meeresspiegel steigt doppelt so schnell wie im 20. Jahrhundert – Klimarat schlägt Alarm

  • Der Erde droht laut Weltklimarat ohne sofortiges Einschreiten eine düstere Zukunft.
  • Der Verbund fordert die Politik daher zum schnellstmöglichen Handeln auf.
  • Vor allem der Anstieg der Meeresspiegel sei alarmierend.
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Monaco. Angesichts immer stärker schmelzender Gletscher und anderer Eismassen mahnen Wissenschaftler die Politik zum raschen Handeln. Nur so könnten schwerwiegende Konsequenzen für Millionen von Menschen verhindert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltklimarat IPCC in einem am Mittwoch vorgestellten Bericht zur Eisschmelze. Das Papier stellt der Politik ein verheerendes Zeugnis aus und zeichnet eine düstere Zukunft, wenn nicht schnell etwas unternommen wird.

Dramatische Entwicklung durch Erderwärmung

Der Report zeigt auf, dass die menschengemachte Erderwärmung Meere und Eismassen auf unserem Planeten massiv schädigt. Dass der Meeresspiegel immer schneller ansteigt, sei eine der alarmierenden Folgen. Der Anstieg sei derzeit doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts, nämlich 3,6 Millimeter pro Jahr. Die Geschwindigkeit, mit der der Meeresspiegel ansteige, nehme weiter zu.

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Nur eine starke Reduzierung der Treibhausgase, der Schutz der Ökosysteme und der bedachte Umgang mit den natürlichen Ressourcen können eine dramatische Entwicklung noch eindämmen.

Video
Klimarat warnt: Eisschmelze und Anstieg des Meeresspiegels
1:27 min
Wissenschaftler fordern angesichts immer stärker schmelzender Gletscher und anderer Eismassen dringende Handlungsmaßnahmen von der Politik.  © dpa

Reichen die Bemühungen der Regierung?

Erst Anfang der Woche hatten mehr als 60 Länder in New York beim Klimagipfel zusätzliche Anstrengungen im Kampf gegen die gefährlich schnell ansteigende Erderwärmung versprochen. Deutschland hatte vergangenen Freitag mit dem Klimakabinett der Bundesregierung Eckpunkte für mehr Klimaschutz vorgelegt. Umweltverbände kritisierten die Ergebnisse als völlig unzureichend.

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Analyse über zwei Jahre

Rund 130 Forscher aus 36 Ländern haben zwei Jahre lang aktuelle Studien über Ozeane und Eismassen für den Weltklimarat analysiert. Sie haben die Auswirkungen des Klimawandels auf Küsten und Inseln, Mensch und Natur in einem Report für politische Entscheidungsträger zusammengefasst. Über die Formulierungen dieses Berichts hatten Delegierte der 195 IPCC-Mitgliedsstaaten in Monaco mehrere Tage lang bei der Konferenz des Weltklimarates debattiert und abgestimmt.

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RND/dpa