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„Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht“: Klimaforscher rechnet mit mehr Wetterextremen in Deutschland

  • Im vergangenen Sommer hat es in Deutschland starke Überschwemmungen gegeben.
  • Der Klimaforscher Mojib Latif rechnet damit, dass solche Wetterextreme nun öfter hier auftreten werden.
  • Demnach steige die Wahrscheinlichkeit für derartige Extreme deutlich gegenüber der vorindustriellen Zeit.
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Berlin. Deutschland muss sich nach Auffassung des Klimaforschers Mojib Latif auf zunehmende Unwetterkatastrophen und Höchsttemperaturen einstellen. Bislang habe die Überzeugung geherrscht, man sei einigermaßen sicher vor Wetterextremen, sagte der Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel am Mittwoch im Inforadio des RBB: „Wir sind jetzt leider eines Besseren belehrt worden.“

Hohe Wahrscheinlichkeit für Wetterextreme

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Eine Flut wie die im Westen und Südwesten Deutschlands vom vergangenen Sommer habe es in Deutschland noch nie gegeben. Studien zeigten, „dass die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht ist heute gegenüber der vorindustriellen Zeit, dass wir solche Extreme erleben.“

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Latif äußerte überdies Zweifel an der Umsetzung des Abkommens der Weltklimakonferenz von Glasgow: „Wenn wir zum Beispiel die Zerstörung der Wälder nehmen: So ein Abkommen hat es schon mal gegeben vor vielen Jahren und man hat sich nicht daran gehalten.“

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Klimaneutral ohne fossile Brennstoffe und Atomkraft

Atomenergie vor diesem Hintergrund als klimafreundlich einzustufen, wie es etwa Frankreich plane, sei keine Zwischenlösung zur Milderung des Klimawandels. Es sei „Hohn, wenn man Atomkraft als grün bezeichnen würde“, warnte der Klimaforscher. Atomkraft sei die teuerste Art der Energieversorgung und noch gebe es keine Lösungen für die Entsorgung von Atommüll.

Deutschland sei in der Lage, ohne fossile Brennstoffe und Atomkraft klimaneutral zu werden, so Latif. Diese Richtung werde ohnehin eingeschlagen werden. „Und wer da nicht vorne auf der Lokomotive sitzt, der wird auch ökonomisch langfristig das Nachsehen haben“, so der Wissenschaftler.

RND/epd

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